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Team Ochsenknecht oder Team Speidel: Debatte über Schönheits-OPs und Altern nimmt Fahrt auf

Während Natascha Ochsenknecht von ihrem Beauty-Eingriff berichtet, plädiert Jutta Speidel für Natürlichkeit und steht zu ihren Falten. Gibt es dennoch einen gemeinsamen Nenner?

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Sie trennen zehn Jahre und unterschiedliche Ansichten zu Schönheits-OPs: Natascha Ochsenknecht (l.) und Jutta Speidel.

Sie trennen zehn Jahre und unterschiedliche Ansichten zu Schönheits-OPs: Natascha Ochsenknecht (l.) und Jutta Speidel.

© Imago (2)

Natascha Ochsenknecht hatte schon vor einiger Zeit eine Schönheitsoperation. Offenbar gab es im Nachgang dazu einige Fragen seitens ihrer Follower, sodass die 62-Jährige jetzt bei Instagram dazu Stellung bezog.

Der Beauty-Eingriff hatte nämlich die sichtbare Folge, dass das Gesicht von Natascha Ochsenknecht stark angeschwollen ist. Sie habe sich den Hals straffen lassen, erklärt sie jetzt in einem Video und zeigt Vorher-nachher-Bilder. Gleichzeitig sei die Jawline gemacht worden, also die untere Kinn- und Kieferkontur.

„Es nützt ja kein neuer Hals was, wenn es dann hier unten hängt“, erklärt der Realitystar. Der Eingriff sei fünfeinhalb Monate her, etwas taub fühle es sich stellenweise noch an, „aber der Ballonkopf ist weg.“

Am Anfang schwelle der Kopf extrem an, so Ochsenknecht. „Ich fand’s immer wunderbar, wenn die Presse geschrieben hat: Hyaluron, sie ist vollgeballert mit Zeug, sie hat sich das und das machen lassen.“ Das sei Schwachsinn, sie habe aktuell noch nicht mal Botox drin.

Älter werden ist in Ordnung – aber wie?

Ochsenknecht zeigt auch ein Foto von 1991, aus der Zeit, in der sie noch als Model arbeitete. Damit wolle sie den Mythos widerlegen, dass man sie ja gar nicht mehr wiedererkenne. Das sei lächerlich und übertrieben, schließlich sei außer der Straffung nichts an ihr gemacht worden. „Man wird eben älter, und das ist auch in Ordnung“, so Ochsenknecht über ihren optischen Wandel.

Den Eingriff würde sie jederzeit wieder durchführen lassen. In den Kommentaren gibt es für ihre Offenheit viel Zustimmung. „Und genau das ist der Punkt. Was ist daran falsch, etwas nur für sich selbst zu tun? Perfekt geschrieben, Natascha Ochsenknecht, und perfektes Ergebnis. Ich entscheide mich immer nur für mich selbst, denn ich muss mich wohlfühlen“, heißt es von Followern. Viele begrüßen es, „dass so etwas heutzutage möglich ist“.

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Viel Applaus bekommt aber auch dieser Kommentar: „Und ich sage, ein Hoch auf Jutta Speidel, wir brauchen viel mehr Juttas.“ Die Aussage bezieht sich auf die 72 Jahre alte Schauspielerin, die zuletzt im Podcast „Ungeschönt“ offen über Schönheits-OPs und den Einfluss von Influencern gesprochen hatte. Speidel setzt auf Natürlichkeit und steht zu ihren Falten. Gelebtes Leben mit allen Höhen und Tiefen sei das, was einen Menschen schön mache.

Ein chirurgischer Eingriff komme für Speidel nicht infrage. Wer einmal anfange, die Spuren der Zeit beseitigen zu wollen, gerate schnell in eine Endlosschleife: „Wo fange ich an, wo höre ich auf?“, so Speidel im Podcast. Die 72-Jährige hat mit ihren Falten ihren Frieden gemacht. Schließlich, so ihre nüchterne Erkenntnis: „Falten gibt es überall am ganzen Körper, vom großen Zeh bis hin zur Haarwurzel.“

Ochsenknecht reagiert auf den Speidel-Vergleich mit den Worten: „Wir brauchen viel mehr Menschen mit Mut und freien Entscheidungen.“ Speidels Weg sei auch eine ganz normale Entscheidung: „Man ist zufrieden mit seinem Aussehen.“

Sie jedenfalls bereue ihre Entscheidung keine Sekunde. Immer wieder lese sie Kommentare wie „Man sollte in Würde altern“ oder „Lass doch der Natur ihren Lauf“. Für sie aber bedeute in Würde altern, „dass ich selbst entscheide, was ich mit meinem Gesicht und meinem Körper machen möchte“, so Ochsenknecht. Der Natur ihren Lauf zu lassen, bedeute für sie auch, auf ihr eigenes Gefühl zu hören. „Ich wollte nicht anders aussehen. Ich wollte mich weiterhin wie ich fühlen – nur so, wie es sich für mich richtig anfühlt.“ Sie habe zudem acht Kilo abgenommen und fühle sich großartig.

So wie Natascha Ochsenknecht gehen immer mehr deutsche Prominente mit ihren Beauty-OPs in die Öffentlichkeit – viele verlinken wie sie auch gleich die Klinik dazu, die den Eingriff vorgenommen hat.

Carmen Geiss etwa dokumentierte im vergangenen Jahr öffentlich ihr großes Facelift, das rund 22.000 Euro kostete. Auch Daniela Katzenberger, Katja Burkard, Gina-Lisa Lohfink oder Harald Glööckler machen keinen Hehl daraus, sich Beauty-Eingriffen unterzogen zu haben. Auch wenn es bei manchen von ihnen kaum zu leugnen wäre, so fällt dennoch auf: Stars gehen heute deutlich offener mit Schönheitsoperationen und ästhetischen Eingriffen um als noch vor einigen Jahren. Immer mehr bekannte Personen sprechen aber auch über schiefgegangene Eingriffe, Komplikationen oder Schmerzen, um vor den Gefahren unüberlegter Beauty-OPs zu warnen.

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