Europa

EU-Staaten wollen Ukraine mit russischen Assets finanzieren

Wegen der hohen eigenen Schulden und wegen der Finanznot in Kiew rücken die eingefrorenen russischen Assets wieder in den Blickpunkt.

Michael Maier
5 Min
Im Februar waren EU-Ratspräsident António Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zuletzt gemeinsam zu Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (m) gereist.

Im Februar waren EU-Ratspräsident António Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zuletzt gemeinsam zu Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (m) gereist.

© Ansgar Haase/dpa

Eine Gruppe von EU-Staaten drängt die EU-Kommission, die Nutzung eingefrorenen russischen Staatsvermögens zur Finanzierung der Ukraine voranzutreiben. Der Grund sind die leeren Staatskassen in Kiew. Das Problem der Europäer: Wegen der hohen eigenen Schulden haben die Staaten kaum noch Spielraum. Nach der jüngsten Attacke aus dem Bondmarkt müssten die Staaten zu Hause Austeritätsmaßnahmen ergreifen, wenn sie die Ukraine weiter finanzieren wollen. Die Bereitschaft dazu hält sich in Grenzen. Die Staaten wollen lieber den Zugriff auf die beschlagnahmten russischen Assets.

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