Freitagabend, 23 Uhr, im Kesselhaus der Berliner Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg: Wir hören eine Jungenstimme aus dem Off. Der Junge stellt sich als Karl vor, sechs Jahre sei er alt. Der Sound-Schnipsel entpuppt sich als aufgezeichneter Audiomitschnitt einer Radiosendung beim Sender Fritz. „Arsenalplatz“ von Jassin wünscht der Junge sich – weil Jassin wie er selbst aus Wittenberg komme und einfach cool sei.
„Kommt jemand von euch auch aus Ostdeutschland?“, will Jassin aus Sachsen-Anhalt an diesem späten Berliner Sommerfreitagabend von seinem Pop-Kultur-Publikum wissen, als er mit seiner vierköpfigen Liveband (Schlagzeug, Bass, Synthesizer, Gitarre) die große Kesselhaus-Bühne entert. Dem freudigen Geschrei der großteils Anfang 20-Jährigen nach zu urteilen sind mindestens die Hälfte hier beim Konzert Ossis. Ob das wirklich stimmt? Auf jeden Fall sind all diese jungen Menschen gekommen, um einem Ossi zu huldigen und an seinen Lippen zu hängen: Jassin Awadallah (Bühnenname: Jassin), 2005 geboren in Lutherstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt und nach wie vor dort wohnhaft.
Musik
Jassin, 21, bei Pop-Kultur: „Kommt jemand von euch auch aus Ostdeutschland?“
Sieben Tage geballtes Programm: Das Festival Pop-Kultur zeigt in seiner zwölften Ausgabe wieder, was für eine fantastische Musikstadt Berlin ist. Mit Jassin aus Sachsen-Anhalt.
4 Min
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Jassin bei der Pop-Kultur am Freitagabend, dem 28. August 2026
© Yvonne Hartmann
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