Die Mappe, die Ralf Lenk auf den Tisch legt, enthält zwei Dokumente. Er blättert und sucht die richtige Seite, findet sie. Hier steht es, schwarz auf weiß, mit Stempel der Technischen Universität Dresden: sein Dissertationsthema, im Juni 2026 genehmigt. „Delikat – gleicher Genuss für alle? Lebensmittelqualität in der DDR.“ Lenk schiebt die Mappe ein Stück nach vorn. Er lacht, als könne er selbst kaum glauben, was er sich da vorgenommen hat. Zumindest mit dem Thema scheint er glücklich zu sein, sogar die Künstliche Intelligenz hat ihm diesbezüglich den Rücken gestärkt: „ChatGPT hat gesagt, das ist ein gutes Thema“, erzählt Ralf Lenk. Er zögert. „Aber ich war zu Beginn nicht ganz so überzeugt davon.“
Konsumgeschichte
Späte Doktorarbeit zu Delikatläden: Ein 71-Jähriger kämpft gegen das Vergessen
Vom Kfz-Schlosser zum Doktoranden: Ralf Lenk erforscht die Geschichte der Delikatläden. Für seine Dissertation sucht er ehemalige Mitarbeiter und Zulieferer.
9 Min
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Ralf Lenk promoviert an der TU Dresden über die Lebensmittelqualität und Delikatläden in der DDR.
© Markus Wächter/Berliner Zeitung
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