Theater

„Schnee von gestern, Schnee von morgen“: Peter Handkes Sprachspiel am Berliner Ensemble

Zwischen Bedeutung und Zweifel, zwischen Chaplin und Beckett: Jens Harzer und Marina Galic verirren sich gekonnt in Peter Handkes Sprachlandschaft. Die Kritik.

5 Min
Jens Harzer (l.) und Marina Galic in „Schnee von gestern, Schnee von morgen“ von Peter Handke im Berliner Ensemble

Jens Harzer (l.) und Marina Galic in „Schnee von gestern, Schnee von morgen“ von Peter Handke im Berliner Ensemble

© Jörg Brüggemann/OSTKREUZ

Zwei Gestalten, die aus einem Chaplin-Film oder einem Beckett-Stück stammen mögen, haben sich nun hier auf die Bühne des Berliner Ensembles verirrt. „Schnee von gestern, Schnee von morgen“, ein später, der jüngste Peter-Handke-Text, hat sie hergeführt, wobei „führen“ der völlig falsche Ausdruck ist.

„Das Lautwerden des einen Kreuz-und-Quer-Gehenden zeit seines jeweiligen Innehaltens“, heißt der Text im Untertitel. Er schlängelt sich wie ein Bach zwischen Drama und Dichtung hindurch und beginnt dennoch zu streiten, zu singen und zu leben. Er perlt an den Steinen und Brocken der Bedeutung ab und springt über Zweifel hinweg, weiter und weiter dem Ende zu.

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