Der Jüdische Kindergarten Gan Israel hat zur Feier des Tages ein Lied einstudiert: „Hevenu shalom alechem, shalom alechem, shalom. Wir wollen Frieden für alle!“, singen die Kinder im Chor – ohne Dirigent, aber trotzdem gut koordiniert. Sie repräsentieren das Motto der Veranstaltung: Das Straßenfest in der Westfälischen Straße an diesem Sonntag stand im Zeichen des Friedens.
Die Jüdische Gemeinde Chabad hatte anlässlich ihres dreißigjährigen Jubiläums geladen. Rabbiner Yehuda Teichtal war einst mit seiner Frau Leah per One-Way-Ticket nach Berlin gekommen. An diesem Sonntag betonte er die Bedeutung der Sichtbarkeit jüdischen Lebens. Sein Wunsch: In jedem Kiez Berlins ein offenes Haus zu schaffen, in dem jeder willkommen ist. Seine Vision ist es, dass Berlin wieder zu einem der bedeutendsten Zentren jüdischen Lebens in Europa wird. „Juden sind nicht Opfer. Wir sind Gestalter als Teil der Gesellschaft. Und das ist unser Auftrag. Gemeinsam, offen, bewusst, freundlich, lebendig, positiv“, so der Rabbiner. Teichtal betonte energisch: „Whatever your name is, we love you!“
Gemeinschaft
„Es ist normal, Jude zu sein“: So war das Straßenfest der Chabad-Gemeinde in Berlin
Vor 30 Jahren kamen Rabbi Teichtal und seine Frau Leah in die deutsche Hauptstadt. Im Gepäck hatten sie nicht viel mehr als ihren Glauben. Ein Ortsbesuch.
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30 Jahre Chabad: Die jüdische Gemeinde feierte in Charlottenburg.
© Kyle Knodell
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