Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz traf gut gelaunt mit Markus Preiß, dem Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, im letzten Sommerinterview des Jahres zusammen. Eine Woche vor dem Start der ersten Sitzungswoche im Bundestag nach der Sommerpause gab sich der Kanzler gewohnt selbstbewusst: „Wir müssen das Gute zeigen“, so Merz, „zeigen, was wir erreicht haben: bei der Zuwanderung und bei der Wirtschaft“, die nun langsam Tritt fasse: „Wir haben viele Chancen, die wir nutzen müssen.“
Moderator Preiß war so höflich und klammerte in den folgenden 30 Minuten all die strittigen Reform-Konzepte der Koalition aus, die nicht gerade dazu angetan sind, die Wirtschaft beim „Tritt fassen“ zu unterstützen – wie etwa Rente, Gesundheit, Pflege oder die Steuerreform, bei denen Arbeitgebern und -nehmern erhebliche Mehrbelastungen drohen. Preiß hakte zumindest bei den hohen Energiepreisen nach, was Merz sichtlich ins Stolpern brachte.
Sommerinterview
Friedrich Merz in der ARD: Unbeirrt will der Kanzler seinen Irrweg weitergehen
Der Kanzler wollte bei der ARD ein bisschen Optimismus versprühen. 30 Minuten später ist fraglich, ob Merz nächstes Jahr ein weiteres Sommerinterview geben darf. Ein Kommentar.
7 Min
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Sommerinterview im ARD-Hauptstadtstudio: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stellt sich den Fragen von Markus Preiß.
© IMAGO/dts Nachrichtenagentur
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