Medienkolumne

„Taten sind gefragt!“ Warum NDR und MDR plötzlich einseitig in den Wahlkampf eingreifen

MDR und NDR berichten über ihre mögliche Abwicklung und werden damit selbst zum Thema im Wahlkampf. Wo dabei die Ausgewogenheit bleibt.

Alexander Teske
9 Min
Laut MDR-Intendant Ralf Ludwig sei man „unfreiwillig“ zum „Spielball“ im Wahlkampf geworden.

Laut MDR-Intendant Ralf Ludwig sei man „unfreiwillig“ zum „Spielball“ im Wahlkampf geworden.

© Jan Woitas/dpa

Plötzlich wurden die Bildschirme schwarz: „Wie Sie sehen, sehen Sie nichts.“ Ein Hauch von George Orwell und „1984“ wehte mich vor wenigen Tagen an. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk gab offen die neutrale Position eines Beobachters auf und greift seitdem aktiv in den laufenden Wahlkampf ein.

So erklärt zum Beispiel Ralf Ludwig, Intendant des MDR: Man sei „unfreiwillig“ zum „Spielball“ im Wahlkampf geworden. Dabei seien die „Sendungen im Radio, im Netz und Fernsehen gut nachgefragt“. Und „73 Prozent der Menschen vertrauen uns“. Er könne sich den Widerspruch nicht erklären. Warum nur wolle die AfD „radikal die Axt an einen Grundstein der Demokratie“ legen?

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