Unbekannte haben die Regenbogenbank im Berliner Tiergarten zerstört. Entdeckt wurde die demolierte Bank am Dienstagmorgen von Mitarbeitern des Grünflächenamts.
Noch am Montagabend habe die Bank unbeschädigt dagestanden, teilte eine Polizeisprecherin auf Anfrage mit. Die Bank in Regenbogenfarben war als Gedenkort für die Opfer des CSD-Anschlags im Tiergarten aufgestellt worden. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung – und prüft, ob der Staatsschutz die Ermittlungen übernimmt.
Regenbogenbank im Tiergarten: Wann die Zerstörung geschah
Den Zeitraum der Tat kann die Polizei recht genau eingrenzen. Nach Angaben der Sprecherin war die Bank am Montagabend noch intakt.
Am nächsten Morgen stießen Mitarbeiter des Grünflächenamts auf die zerstörte Bank. Die Zerstörung müsse sich deshalb in der Nacht zum Dienstag oder in den frühen Morgenstunden ereignet haben. Wer dafür verantwortlich ist, war nach dem bisherigen Stand nicht bekannt.
Bank kann nicht repariert werden
Der Schaden fällt offenbar drastisch aus. Die Bank sei „dermaßen zerstört“, dass eine Reparatur nicht mehr möglich sei, teilte die Polizei mit. Stattdessen müsse die Regenbogenbank komplett neu aufgebaut werden. Das Bezirksamt Mitte wird die Bank zügig wieder aufbauen, so die Bezirksbürgermeisterin von Mitte, Stefanie Remlinger, in einer Pressemitteilung.
Die Polizei hat eine Anzeige wegen Sachbeschädigung aufgenommen. Zugleich werde geprüft, ob der Staatsschutz die weiteren Ermittlungen übernimmt, hieß es von der Sprecherin.
Der Staatsschutz ist innerhalb der Polizei für politisch motivierte Straftaten zuständig. Ob hinter der Zerstörung ein solches Motiv steckt, ist noch unklar.
Gedenkort für die Opfer des CSD-Anschlags im Tiergarten
Die zerstörte Bank gehörte zu einem Gedenkort im Tiergarten. Dort wurden ein neuer Baum und eine Bank in Regenbogenfarben aufgestellt, um an die Opfer des CSD-Anschlags zu erinnern.
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Am Abend des 25. Juli steuerte Abdul Ballout einen Kleintransporter in eine Menschenmenge am Rande des CSD. Eine Frau kam ums Leben, 31 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Ballout war als islamistischer Gefährder eingestuft. Er wurde einen Tag nach der Tat von der Polizei bei einem Festnahmeversuch erschossen.
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