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Polizeieinsatz

Brandenburg: Selbstgebaute Raketen an Stromleitung gefunden – Polizei bestätigt Detonation

Auf ein Umspannwerk nahe dem Kohlekraftwerk Jänschwalde ist ein Anschlag verübt worden. Es soll zu einer Detonation an einem Umspannwerk gekommen sein.

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Nahe des Ortes Turnow-Preilack befindet sich das Umspannwerk Jänschwalde.

Nahe des Ortes Turnow-Preilack befindet sich das Umspannwerk Jänschwalde.

© Frank Hammerschmidt/dpa

In Turnow-Preilack im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße haben Einsatzkräfte der Polizei am Dienstagmorgen Sprengstoffvorrichtungen an der Leitung eines Umspannwerks gefunden. Wie die Brandenburger Polizei dieser Redaktion auf Anfrage bestätigte, wurden um acht Uhr morgens sogenannte „unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen“ (USBV) entdeckt. Der Netzbetreiber 50Hertz sprach von „selbstgebauten Flugkörpern, die handelsüblichen Silvesterraketen ähneln“. 

Medienberichte, denen zufolge die Sprengvorrichtungen am Kraftwerk Jänschwalde gefunden wurden, dementierte die Polizei hingegen „ausdrücklich“. Die Vorrichtungen seien an einer Leitung nahe des Ortes Turnow-Preilack gefunden worden.

Betreiber: Sachbeschädigungen an mehreren Leitungen

Keine der sogenannten USBV wurden tatsächlich gezündet, so die Polizei weiter. Jedoch habe es mindestens eine Detonation an dem Umspannwerk gegeben, so eine Sprecherin des Brandenburger Polizeipräsidiums in Potsdam. Die Polizei sei vor Ort, das Landeskriminalamt habe die Ermittlungen aufgenommen. Es habe zu keinem Zeitpunkt Auswirkungen auf die Bevölkerung gegeben.

Auf Anfrage teilte der Netzbetreiber 50 Hertz mit: „Bislang unbekannte Täter haben heute Morgen, 1. September 2026, vermeintlich Sachbeschädigungen an mehreren Leitungen im Übertragungsnetz von 50Hertz begangen. Es gab eine kurzzeitige Leitungsunterbrechung. Mittlerweile sind alle Leitungen wieder in Betrieb“. Die allgemeine Stromversorgung sei nicht beeinträchtigt.

Ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers Leag sprach von einem Anschlag. In der Folge habe es einen technischen Ausfall eines Blocks des Kraftwerks gegeben. „Ein möglicher Zusammenhang wird geprüft“, erklärte er. An der Wiederinbetriebnahme des Blocks werde gearbeitet.

50 Hertz bitte die Bevölkerung im gesamten Netzgebiet um besondere Aufmerksamkeit. „Melden Sie verdächtige Personen und Vorkommnisse der Polizei“, hieß es weiter.

„Die besorgniserregend hohe Frequenz derartiger Vorfälle zeigt, dass wir unsere Infrastrukturen entschlossen schützen müssen“, erklärte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Die Sicherheitsbehörden arbeiteten mit Hochdruck an der Aufklärung, „um die Täter mit der vollen Härte des Gesetzes zur Rechenschaft zu ziehen“.

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