Zeitungsgeschichte

Tod im Kalten Krieg: Späte Wiederkehr einer großen Kollegin, der „kleinen Susanne“

Susanne Kerckhoff war jüngste Feuilletonchefin, eine Literatin, ein Stolz der Berliner Zeitung. Sie beendete ihr junges Leben selbst. Eine Ausstellung holt sie zurück.

9 Min
Susanne Kerckhoff (1918–1950), Schriftstellerin, Feuilletonchefin der Berliner Zeitung

Susanne Kerckhoff (1918–1950), Schriftstellerin, Feuilletonchefin der Berliner Zeitung

© ullstein bild

Den Abschiedsbrief von Susanne Kerckhoff, Feuilletonchefin der Berliner Zeitung, veröffentlichten ihre Freunde nach einigem Bedenken und gegen den mutmaßlichen Willen der mit 32 Jahren aus dem Leben Geschiedenen. Die wenigen Zeilen lauteten: „An meine Freunde. Die Ursache, die im wesentlichen meinen Selbstmord bewirkt, ist der Verlust meiner Kinder. Meine letzten Gedanken gelten, trotz meiner persönlichen Schwäche, ganz allein dem Gedeihen der Deutschen Demokratischen Republik, der ich stärkere und fähigere und tapferere Menschen wünsche, als ich es bin.“

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