Meinungsfreiheit

„Das Feindbild Russland ist nötig“: Publizistin Gabriele Krone-Schmalz im Interview

Die Publizistin Gabriele Krone-Schmalz kritisiert die Russland-Maßnahmen der Bundesregierung. Und: Der Zeitpunkt vor der Landtagswahl sei dafür nicht zufällig gewählt.

13 Min
Gabriele Krone-Schmalz war früher häufiger Gast in politischen Talkshows. Seit Februar 2022 hat sie nach eigenen Angaben keine Einladung von ARD oder ZDF mehr erhalten.

Gabriele Krone-Schmalz war früher häufiger Gast in politischen Talkshows. Seit Februar 2022 hat sie nach eigenen Angaben keine Einladung von ARD oder ZDF mehr erhalten.

© teutopress GmbH via www.imago-images.de

Die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und die Kündigung des Vertrags über das Russische Haus in Berlin markieren einen neuen Tiefpunkt der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. In dieser brisanten Gemengelage bleibt eine Stimme seit Jahren konstant in ihrer Kritik: Professorin Gabriele Krone-Schmalz.

Die langjährige ARD-Moskau-Korrespondentin und Bestsellerautorin warnt unermüdlich vor einer Politik, die auf Sieg und Niederlage setzt statt auf diplomatische Klugheit. Doch der Preis für ihre Position ist hoch. Einst ein fester Bestandteil der großen politischen Talkshows, findet ihre Analyse heute vor allem in ausverkauften Theatersälen und im Internet Gehör.

Kritiker werfen ihr mangelnde Distanz zum Kreml vor, während ihre Anhänger in ihr eine der letzten Verteidigerinnen einer pluralistischen Debattenkultur sehen. Wir haben mit Gabriele Krone-Schmalz über die Beweisnot der Bundesregierung gesprochen, darüber, was ein „Feindbild Russland“ mit der kommenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu tun hat, und über die Grenzen journalistischer Zuspitzung.

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