Wahlkampf

„Keine Lust mehr auf Altbackenes“: Warum Unternehmer mit Volt durch Berlin fahren

Berlin-Lieder, neue Ideen und viel Euphorie: Die Partei Volt fährt im Doppeldecker durch die Hauptstadt und glaubt an den Einzug ins Abgeordnetenhaus. Es erscheint realistisch.

7 Min
Kurz vor Beginn der Volt-Bustour: Spitzenkandidaten Paul Loeper (r.) und hinter ihm Anna Auerbach sprechen mit Teilnehmern.

Kurz vor Beginn der Volt-Bustour: Spitzenkandidaten Paul Loeper (r.) und hinter ihm Anna Auerbach sprechen mit Teilnehmern.

© Jana Hermann/Berliner Zeitung

Über dem Roten Rathaus hängen dunkle Wolken, doch aus dem Berliner Doppeldecker dröhnt Udo Lindenbergs „Sonderzug nach Pankow“. Eine große Musikbox steht bereit, Getränke und Süßigkeiten werden verteilt. Regen droht, fällt aber nicht. Dann setzt sich Volts „Unf*ck-Berlin“-Tour in Bewegung: Es geht zwei Stunden durch die Stadt, während die Spitzenkandidaten Anna Auerbach und Paul Loeper erklären, wie sie Berlin „reparieren“ wollen.

Im Abgeordnetenhaus sitzt Volt bislang nicht, die Partei gehört damit noch zu den Herausforderern. Am kommenden Montag nimmt Anna Auerbach an einer Wahlarena der kleineren Parteien teil – neben Vertretern von BSW, Tierschutzpartei, Die PARTEI und der Berliner FDP, die mittlerweile ebenfalls in diese Runde abgerutscht ist.

Dass Volt überhaupt dazu eingeladen wurde, wertet ein Sprecher der Partei im Gespräch mit der Berliner Zeitung bereits als Erfolg. Doch Volt will raus aus der Riege der Kleinen und am 20. September erstmals ins Berliner Landesparlament einziehen.

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