Es gibt einen Satz in den Nachrichten, der kurz nach einer Naturkatastrophe fast immer gesagt wird: „Das gesamte Ausmaß der Schäden ist noch nicht absehbar.“ Das gilt auch für das Unglück in Nepal. Dort brach am Himalaya eine Felswand ab – und Millionen Tonnen stürzten erstmal etwa 1000 Meter ins Tal. Der Aufprall war so heftig, dass es wie ein Erdbeben wirkte. Da das ausgerechnet in der Monsunzeit geschah, wenn 80 Prozent des jährlichen Regens fällt und die Flüsse und Stauseen übervoll sind, bildete die Lawine aus Eis und Schnee mit dem Wasser, Schlamm und Geröll eine gigantische Welle, die vom Dach der Welt in die Täler des bitterarmen Landes stürzte.
Um sich das Ausmaß vorzustellen, ist es nicht unbedingt nötig, bis in die Hochgebirgsregion zu reisen. Die Helfer sind gerade mal in die größeren Orte vorgedrungen, ganz entlegene Gegenden können nur per Hubschrauber oder Drohnen versorgt werden. Aber auch in Berlin gibt es einige Leute, die die Sache einordnen können.
Spendensammlung
Berliner über das Unglück in Nepal: Das Geröll riss das Dorf weg
Ramesh Thapa ist gelernter Bergführer aus dem Himalaya, seit Jahren arbeitet er in Berlin bei Camp4. Nun bangt er um seine Familie im Katastrophengebiet und sammelt Spenden.
11 Min
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Ramesh Thapa am Camp4 in Berlin-Mitte. Dort hängen auch die typischen nepalesischen Gebetsfahnen.
© Markus Wächter/Berliner Zeitung
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