Gasspeicher-Krise

3,14 Euro Verlust je MWh bei Gasspeichern: Jetzt reagiert die Bundesnetzagentur

Deutsche Gasspeicher liegen zwölf Punkte unter dem EU-Schnitt. Die Branche drängt auf Eingriffe. Jetzt antworten Bundesnetzagentur und Wirtschaftsministerium.

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Der LNG Tanker „Ocean Oasis“ von der chinesischen Reederei Cosco Shipping vor dem LNG-Terminal „Deutsche Ostsee“ in Mukran auf Rügen. Symbolbild.

Der LNG Tanker „Ocean Oasis“ von der chinesischen Reederei Cosco Shipping vor dem LNG-Terminal „Deutsche Ostsee“ in Mukran auf Rügen. Symbolbild.

© IMAGO/Joerg Boethling

Deutschland startet mit sehr niedrigen Füllständen seiner Gasspeicher in den September. Am 3. September waren sie laut Daten von Gas Infrastructure Europe (GIE) zu nur 53,67 Prozent gefüllt. Auf den ersten Blick mag das nicht wenig erscheinen. Doch knapp einen Monat vor Beginn der Heizperiode liegt der Füllstand auf einem historischen Tief.

Im EU-Durchschnitt sind die Speicher aktuell zu 65,85 Prozent gefüllt – gut zwölf Prozentpunkte mehr. Für Verbraucher erhöhen niedrige Speicherstände vor allem das Preisrisiko im Winter: Muss bei Kälte kurzfristig zusätzliches Gas auf dem Weltmarkt beschafft werden, kann das die Preise treiben. Treffen mehrere Belastungen zusammen, etwa eine längere Kälteperiode, Ausfälle wichtiger Importwege oder politische Spannungen mit den USA als wichtigstem LNG-Lieferanten, schrumpft zudem der Sicherheitspuffer der deutschen Gasversorgung.

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