Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit großem Abstand gewonnen. Nach dem vorläufigen Endergebnis kommt die Partei von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund auf 43,8 Prozent. Bemerkenswert ist, welche Themen für die Wahlentscheidung ausschlaggebend waren: Für 25 Prozent der Befragten war laut Infratest dimap die soziale Sicherheit ausschlaggebend, für 15 Prozent die Wirtschaft. Zuwanderung nannten hingegen nur neun Prozent.
Zugleich trauen laut der Forschungsgruppe Wahlen 37 Prozent der Befragten der AfD die größte Kompetenz im Bereich Wirtschaft zu – mehr als jeder anderen Partei. Die CDU kommt nur auf 27 Prozent, die Linke und die SPD erreichen sogar nur fünf beziehungsweise drei Prozent.
Dabei hatten zahlreiche Ökonomen und Unternehmen in den Tagen vor der Wahl eindringlich vor der AfD gewarnt: Eine Regierungsbeteiligung der Partei schade der Wirtschaft, hieß es. Wie konnte die AfD trotzdem gerade bei einem Thema punkten, bei dem Fachleute vor ihren politischen Konzepten warnen? Die Berliner Zeitung hat Wissenschaftler befragt – und überraschende Antworten erhalten.
Wirtschaftskrise
Wirtschaftsweise Grimm nach AfD-Sieg: „Wie der Versuch einer Elite, den Status quo zu bewahren“
37 Prozent der Wähler in Sachsen-Anhalt trauen der AfD die größte Wirtschaftskompetenz zu – trotz Warnungen von Ökonomen. Woran liegt das? Eine Analyse.
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Trotz Warnungen von Ökonomen trauen viele Wähler der AfD die größte Wirtschaftskompetenz zu. Was die Wirtschaftsweise Veronika Grimm und weitere Ökonomen dazu sagen.
© Andreas Gora/Imago
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