Bei Drohnen- und Raketenangriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien sind mindestens 73 Menschen verletzt worden, wie ein Sprecher der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition laut AP mitteilte. Unter den Verletzten befanden sich demnach auch Frauen und Kinder.
Nach Angaben des saudi-arabischen Energieministeriums, über die AFP berichtete, brachen an mehreren Anlagen im Energiesektor Brände aus. Bestimmte Betriebsabläufe seien deshalb vorübergehend unterbrochen worden.
Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz bekannte sich zu der Angriffswelle. Ihr Militärsprecher Yahya Saree erklärte laut AP in einer vorab aufgezeichneten Videobotschaft, Dutzende ballistische Raketen und Drohnen seien gegen Öl- und Wirtschaftsanlagen sowie einen Luftwaffenstützpunkt eingesetzt worden.
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Huthis reklamieren Angriffe für sich
Nach Angaben der Huthis gehörten unter anderem Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco in Abha und Nadschran sowie der Luftwaffenstützpunkt King Khalid in Chamis Muschait zu den Zielen, wie AP berichtete.
Die Huthis machten Saudi-Arabien laut AP zugleich für einen Angriff auf ein Gefängnis im Norden Jemens verantwortlich. Mindestens sieben Menschen, darunter ein Kind, seien dabei getötet und sieben weitere verletzt worden.
Ein Sprecher der saudisch geführten Militärkoalition bezeichnete die Attacken nach Angaben von Reuters als „schwere Eskalation“ und kündigte Maßnahmen gegen die Huthi-Miliz an. Das saudi-arabische Außenministerium erklärte laut AFP, das Königreich behalte sich das Recht vor, alle notwendigen Schritte zur Verteidigung seiner Souveränität zu ergreifen.
Neue Eskalation nach Jahren relativer Ruhe
Saudi-Arabien führt seit 2015 eine Militärkoalition, die die Regierung des Jemen im Kampf gegen die Miliz unterstützt. Nach einer von den Vereinten Nationen vermittelten Waffenruhe im Jahr 2022 waren die direkten Kämpfe weitgehend zurückgegangen, wie AFP berichtet.
Die neue Eskalation könnte auch den internationalen Öltransport weiter belasten. AP zufolge trafen die Angriffe Ölanlagen, die mit der von Saudi-Arabien genutzten Transportroute über die Meerenge Bab al-Mandab verbunden sind. Die strategisch wichtige Meerenge am südlichen Eingang des Roten Meeres verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden. (mit AFP)
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