Exklusiv

Unterschriften fehlten: Waren einige von Schwesigs Corona-Verordnungen nie rechtsgültig?

Brisante Entdeckung eines Rechtsanwalts: Mehrere Corona-Verordnungen in MV tragen offenbar nur einen Unterschriftenstempel. Das wirft eine juristische Frage auf.

8 Min
Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.

© Jens Büttner/dpa

Es war einer jener Zufälle, die große Geschichten auslösen können. Der Rechtsanwalt Ralf Ludwig aus Staßfurt in Sachsen-Anhalt prüfte Berufungsunterlagen in einem Schadensersatzverfahren. Seine Mandantin – eine deutsche Sängerin, Songwriterin und Musikproduzentin, deren Name der Redaktion bekannt ist – hatte 2020 in Mecklenburg-Vorpommern drei Konzerte wegen der Corona-Verordnungen absagen müssen. Auftritte waren zu dieser Zeit verboten, die bereits vereinbarten Gagen fielen dadurch aus. Staatliche Hilfen erhielt sie nicht.

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