Keine zehn Jahre ist es her, da erlebte das Gendern hierzulande seine Hochphase. Aus einer rein sprachwissenschaftlichen Debatte wurde ein gesellschaftliches Großthema: Unternehmen entdeckten das Gendersternchen für sich, Behörden experimentierten mit geschlechtergerechter Sprache und auch in den Medien wurde selbstverständlich über Binnen-I, Doppelpunkt, Schräg- und Bindestrich diskutiert.
Es war eine Zeit, in der Gendern für viele zum sichtbaren Symbol einer moderneren, inklusiveren Gesellschaft wurde – und für andere zum Reizwort, zum Aufregerthema schlechthin. Doch der Wind scheint sich langsam, aber sicher zu drehen.
Sprachwandel
Schluss mit Gendersternchen: Wie Mecklenburg-Vorpommern sprachlich vorangeht
Eine aktuelle Analyse zeigt: In Mecklenburg-Vorpommern gendern Unternehmen am seltensten. Doch was nach sprachlichem Rückstand klingt, trifft den Zeitgeist.
3 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
In keinem Bundesland gendern so wenig Unternehmen wie in Mecklenburg-Vorpommern.
© Sven Hoppe/dpa
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*