Fast jeder zweite Wähler hat in Sachsen-Anhalt für die AfD gestimmt. Zum ersten Mal seit 1945, sagt Wolfgang Thierse, werde damit eine rechtsextremistische Partei in die Nähe der Regierungsverantwortung gewählt – ein Einschnitt, den er als schmerzlich beschreibt. Thierse, 82, war Bürgerrechtler in der DDR, letzter Vorsitzender der Ost-SPD und von 1998 bis 2005 Bundestagspräsident. Kaum jemand hat den deutsch-deutschen Streit so lange begleitet wie er.
Interview
Wolfgang Thierse nach AfD-Sieg: „Die Brandmauer war ohnehin ein fataler Begriff“
Fast jeder zweite Wähler in Sachsen-Anhalt stimmte für die AfD. Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse spricht über ostdeutsche Enttäuschungen, westdeutsche Vorwürfe und die Folgen der Wahl.
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Wolfgang Thierse: Der frühere Bundestagspräsident nennt den AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt „einen schmerzlichen Einschnitt“.
© imago/IPON
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