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Wahlkampf

Pöbeleien, Fäkalien-Attacke, Exhibitionismus: So rau ist der Wahlkampf in Berlin

Die Polizei registriert Hunderte zerstörte Wahlplakate und etliche Attacken auf Wahlhelfer. Eine Partei ist besonders betroffen.

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Ein Großflächenplakat der AfD an der Kreuzung Wilmersdorfer Straße/Kurfürstendamm

Ein Großflächenplakat der AfD an der Kreuzung Wilmersdorfer Straße/Kurfürstendamm

© Jana Hermann/Berliner Zeitung

Die politische Meinung anderer zu ertragen, fällt offenbar immer mehr Menschen immer schwerer. Der Wahlkampf zur Abgeordnetenhauswahl ist geprägt von Angriffen, Pöbeleien, Brandstiftungen, einer Fäkalien-Attacke – und einem Fall von Exhibitionismus.

In der Nacht zu Dienstag zum Beispiel stellten Polizisten in Steglitz-Zehlendorf mehrere brennende Wahlplakate fest: Drei CDU-Plakate brannten am Osteweg, zwei in der Seehofstraße und eines in der Appenzeller Straße. In der Wismarer Straße und der Goerzallee standen ein Plakat der Linken und eines der SPD in Flammen.

Seit dem 2. August dürfen Wahlplakate im öffentlichen Straßenraum aufgehängt werden. Seitdem erfasste die Polizei bis zum 8. September 601 zerstörte beziehungsweise beschädigte AfD-Plakate. Bei 578 dieser Taten geht die Polizei von „politisch motivierter Kriminalität - links“ aus. Diese Zahlen nannte die Polizei auf Anfrage der Berliner Zeitung. 15-mal sieht die Polizei eine „sonstige Zuordnung“ und sieben Mal kein politisches Motiv. In der aktuellen Statistik folgen die CDU (111 beschädigte Plakate), Die Linke (87), die SPD (65) und Bündnis90/Die Grünen (31).

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