Bei einem Feuer auf einem Frachtschiff in China sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Fünf weitere wurden am Donnerstagabend Ortszeit noch vermisst, wie chinesische Staatsmedien berichteten. Fünf Verletzte kamen in ein Krankenhaus. Ihr Zustand sei stabil.
Insgesamt befanden sich nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua 42 Menschen auf der „Ocean Melody“. Zwölf von ihnen konnten unverletzt in Sicherheit gebracht werden. Zusammen mit den fünf Verletzten wurden damit 17 Menschen gerettet.
Feuer auf der „Ocean Melody“ nach dreieinhalb Stunden gelöscht
Der unter liberianischer Flagge fahrende Frachter lag für Reparaturarbeiten bei Beihai Shipbuilding in der ostchinesischen Hafenstadt Qingdao. Das Feuer brach gegen 11 Uhr Ortszeit aus und wurde nach Angaben von AP gegen 14.30 Uhr gelöscht. Aufnahmen im Internet zeigten Arbeiter, die an Bord gegen die Flammen vorgingen.
Ob die Opfer zur Besatzung gehörten oder bei der Werft beschäftigt waren, teilten die Behörden zunächst nicht mit. Auch über ihre Nationalität lagen keine Angaben vor. Die Ursache des Feuers ist noch ungeklärt.
Chinas Präsident Xi Jinping ordnete an, die Suche nach den Vermissten mit Hochdruck fortzusetzen und die Verletzten zu versorgen. Ministerpräsident Li Qiang verlangte ebenfalls weitere Rettungsmaßnahmen. Xi forderte zudem eine Untersuchung des Unglücks und strengere Vorkehrungen gegen schwere Betriebsunfälle.
Beihai Shipbuilding gehört zum staatlich kontrollierten Schiffbaukonzern China State Shipbuilding Corporation. Das Unternehmen baut und repariert Schiffe. Qingdao am Gelben Meer zählt zu den wichtigsten Hafen- und Werftstandorten Chinas.
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