Das System der Pflege in Deutschland steht vor großen Einschnitten. Darauf bereitet Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann die Bürger vor. In einem Interview mit der FAZ sagte der CDU-Politiker, um einen Kollaps abzuwenden, müsse in einer Größenordnung von etwa zehn Prozent gespart werden.
Ohne diese Einsparungen, so Linnemann, fehlten der Pflegeversicherung bereits im kommenden Jahr rund acht Milliarden Euro. In diesem Fall sei ein starker Anstieg der Beiträge unumgänglich. Die Eigenanteile für einen Heimplatz würden weiter anwachsen, ebenso der Unmut der Kommunen. Diese müssen für die Sozialleistung Hilfe zur Pflege aufkommen.
Einen Pflege-Soli lehnt der Minister ab. Es gebe viele Gründe, unter anderem verfassungsrechtliche Bedenken, weshalb ein solcher Solidarbeitrag nicht im Koalitionsvertrag stehe.
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Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) bereitet die Bürger auf Einschnitte in der Pflege vor. (Symbolbild)
© Christoph Soeder/dpa
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