Gedenken

USA erinnern an Terror vom 11. September: USA laut Trump „erneut auf die Probe gestellt“

25 Jahre nach den verheerendsten Anschlägen ihrer Geschichte gedenken die USA der fast 3000 Todesopfer. In New York kommen frühere Präsidenten und Angehörige zusammen.

3 Min
US-Präsident Donald Trump (l-r) spricht im Pentagon bei einer Gedenkfeier zum 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September.

US-Präsident Donald Trump (l-r) spricht im Pentagon bei einer Gedenkfeier zum 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September.

© Annabelle Gordon/imago

Mit Gedenkfeiern in New York, Washington und Pennsylvania erinnern die USA am Freitag an die Terroranschläge vom 11. September 2001. Die zentrale Zeremonie am früheren Standort des World Trade Centers in New York sollte nach Angaben des Senders CNN um 14.40 Uhr MESZ beginnen. Angehörige verlesen dort die Namen der 2977 Todesopfer.

Auch die vier noch lebenden ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton, George W. Bush, Barack Obama und Joe Biden waren vor Ort, ebenso wie Vizepräsident JD Vance. Politiker dürfen bei der New Yorker Zeremonie traditionell keine Reden halten.

George W. Bush, Michael Bloomberg und JD Vance (v.l.) beim 9/11-Gedenken in New York

George W. Bush, Michael Bloomberg und JD Vance (v.l.) beim 9/11-Gedenken in New York

© Hiroko Masuike/Pool/AFP

Erstmals fand bei der Gedenkfeier eine siebte Schweigeminute statt Sie galt den Tausenden Menschen, die nach den Anschlägen an Krankheiten infolge des giftigen Staubs und der Trümmer am World Trade Center starben.

New York hatte wenige Tage vor dem Jahrestag mehr als 170.000 Seiten bislang unveröffentlichter Unterlagen zur damaligen Luftqualität freigegeben. Laut CNN zeigen sie, dass städtische Verantwortliche trotz beschwichtigender öffentlicher Aussagen von den Gefahren wussten.

Trump spricht am Pentagon

Präsident Donald Trump nahm nicht an der Zeremonie in New York teil. Er hielt stattdessen am Pentagon bei Washington eine Rede. An dem Gebäude wurde bei Sonnenaufgang eine große US-Flagge entrollt. Dort waren bei den Anschlägen 184 Menschen getötet worden.

Trump würdigte in seiner Rede am Pentagon die Reaktion der USA auf die Anschläge. Der 11. September sei ein „Moment unermesslichen und schrecklichen Bösen“ gewesen, der das Land im Kampf gegen den Terrorismus geeint habe, sagte der Präsident.

Mit Blick auf den Krieg gegen Iran bezeichnete Trump dessen Führung als „weltweit wichtigsten Unterstützer des Terrorismus“ und bekräftigte, dass Teheran keine Atomwaffe entwickeln dürfe. Die USA würden derzeit erneut „auf die Probe gestellt“ und bestünden diesen Test „mit großem Vorsprung“, sagte Trump.

Der US-Präsident sollte anschließend gemeinsam mit seiner Frau Melania einen Kranz niederlegen.

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Die US-Flagge am Pentagon

Die US-Flagge am Pentagon

© Annabelle Gordon/imago

Polizei im Großeinsatz

In New York begleitet ein großes Polizeiaufgebot das Gedenken. Nach Angaben der Polizeichefin Jessica Tisch gibt es keine konkrete oder glaubwürdige Anschlagsdrohung. Dennoch sind unter anderem Anti-Terror-Einheiten, schwer bewaffnete Kräfte und Teams zur Drohnenabwehr im Einsatz.

Am Abend sollen die beiden Lichtstrahlen der Installation „Tribute in Light“ an die zerstörten Zwillingstürme erinnern.

Eine Drohneninstallation erinnerte bereits am Donnerstagabend über Manhattan an die Opfer der Anschläge vom 11. September.

Eine Drohneninstallation erinnerte bereits am Donnerstagabend über Manhattan an die Opfer der Anschläge vom 11. September.

© John Angelillo/UPI/Newscom/imago

Was am 11. September – und danach – geschah

Am 11. September 2001 kaperten 19 Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida vier Passagierflugzeuge. Zwei Maschinen wurden in die Türme des World Trade Centers gesteuert, eine weitere traf das Pentagon. Das vierte Flugzeug stürzte nach dem Widerstand von Insassen in Pennsylvania ab.

Die Anschläge führten zum von Präsident Bush ausgerufenen „Krieg gegen den Terror“ und zum Einmarsch der USA in Afghanistan. Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden wurde 2011 von US-Spezialkräften in Pakistan getötet.

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