Bei der Parlamentswahl in Schweden liegt das Mitte-links-Lager nach vorläufigen Ergebnissen knapp vor dem Regierungsblock. Nach Auszählung von 94 Prozent der Stimmen führt die Opposition mit 176 zu 173 Sitzen, wie der schwedische Sender SVT berichtet.
Das von Sozialdemokraten-Chefin Magdalena Andersson angeführte Lager könnte damit die Mehrheit im 349 Sitze umfassenden Reichstag erreichen. Der von Ministerpräsident Ulf Kristersson geführte Regierungsblock kommt auf 173 Sitze. Der Vorsprung der Opposition schwankte laut SVT während der Nacht allerdings immer wieder. Zeitweise lag demnach nur ein Sitz zwischen den beiden Lagern.
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„Sehr knappes Rennen“
„Die Frage, welche Regierung Schweden in den kommenden Jahren führen wird, bleibt offen“, sagte Kristersson in der Nacht, wie AFP berichtet. Es gebe noch „kein endgültiges Ergebnis“. Andersson erklärte, sollte sich der Vorsprung bestätigen, werde Schweden „eine neue Regierung haben“. Gleichzeitig räumte die Sozialdemokratin ein, dass es nach einem „sehr knappen Rennen“ aussehe.
Kristersson führt bislang eine Minderheitsregierung aus Moderaten, Christdemokraten und Liberalen. Im Parlament ist sie auf die Unterstützung der Schwedendemokraten angewiesen, die laut AFP erstmals seit ihrem Einzug ins Parlament im Jahr 2010 an Zustimmung verloren. Für den Fall einer weiteren Amtszeit stellte Kristersson der rechtspopulistischen Partei dem Bericht zufolge unter anderem Schlüsselposten in Aussicht.
Der schwedische Ministerpräsident verwies ebenfalls auf Differenzen innerhalb des Oppositionslagers. Sollte das Ergebnis zugunsten der Opposition ausfallen, werde er Anderssons Bemühungen um eine Regierungsbildung mit den drei anderen linken Parteien respektieren, sagte er laut AFP. Zugleich betonte er, dass es zwischen den beteiligten Parteien aus seiner Sicht unüberbrückbare Differenzen gebe. (mit AFP)
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