Energie

EU zahlt 7,3 Milliarden für russisches LNG – jetzt rebellieren die Ersatzlieferanten

Ab 2027 muss Europa russisches LNG ersetzen. Doch neue Methanregeln könnten andere Lieferungen erschweren – und den deutschen Gaspreis weiter nach oben treiben.

6 Min
Die EU-Methanregeln sollen Emissionen bei Gasimporten senken. Mehrere Lieferländer kritisieren die Regeln scharf.

Die EU-Methanregeln sollen Emissionen bei Gasimporten senken. Mehrere Lieferländer kritisieren die Regeln scharf.

© Federico Gambarini/dpa

Die EU gibt kurz vor dem geplanten Importverbot weiterhin Milliarden für russisches Flüssigerdgas (LNG) aus. Zwischen dem 1. Januar und dem 5. September 2026 zahlten europäische Abnehmer nach Berechnungen der Umweltorganisation Urgewald schätzungsweise 7,28 Milliarden Euro für LNG aus dem russischen Yamal-Projekt. Damit übertrafen die Ausgaben bereits nach gut acht Monaten den Wert des gesamten Vorjahres.

Doch während russisches LNG ab Januar 2027 aus der EU verschwinden soll, wächst der Widerstand anderer Lieferländer gegen die europäischen Methanregeln. „Mit der EU-Methanverordnung schneidet sich die EU selbst von relevanten Bezugsquellen ab“, sagte Rainer Seele dem Handelsblatt. Seele leitet das globale Chemiegeschäft bei XRG, der internationalen Investmentgesellschaft des staatlichen Energiekonzerns Adnoc aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nach den USA und Katar fordert damit ein weiterer wichtiger Akteur Änderungen an den EU-Vorgaben. Was bedeutet das für Europas Gasversorgung?

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*