Friedhof der Kuscheltiere. Boulevard of Broken Dreams. Man ist so tot, wie man sich fühlt. Für Menschen, die sich für Berlins Nahverkehr interessieren, ist Friedrichshain ein Ort emotionaler Höhen und Tiefen.
Dort befindet sich mit dem Ostkreuz der wichtigste Bahnhof der Region, gemessen an der Zahl der täglichen Ankünfte und Abfahrten. Ein pulsierender Knotenpunkt, ein funktionales Gebäude. Doch nicht weit davon entfernt wurde eine Straßenbahnstrecke aus dem Betrieb genommen. Und die geplante Tram zum Ostkreuz kommt nicht voran.
Es gibt kaum einen besseren Ort, um kurz vor der Berlin-Wahl 2026 über die Irrungen und Wirrungen der Verkehrspolitik zu sprechen. „Der Senat hat einen Scherbenhaufen hinterlassen“, sagt Christian Linow, Sprecher des Fahrgastverbands IGEB. Er ist mit dem Rad gekommen. Ein Gespräch über das Tram-Aus, Luftschlösser und BVG-Pläne.
Nahverkehr
„Berlin leidet unter Anti-Verkehrspolitik“: Die Abrechnung vor der Wahl
Tram-Aus in Friedrichshain, Luftschlösser wie die U7 zum BER, neue BVG-Ticketpläne: Fahrgastlobbyist Linow sieht vor den Wahl bei keiner Partei eine Vision.
15 Min
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Christian Linow, Sprecher des Berliner Fahrgastverbands IGEB, in Friedrichshain: Zum Interviewtermin kam er mit dem Fahrrad.
© Markus Wächter/Berliner Zeitung
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