Weltgeschichte

„Wir sehen, wie schnell sich Strukturen in der Welt ändern können“: Archäologe Matthias Wemhoff im Interview

Das europazentrierte Geschichtsbild bricht wieder auf – so wie beim Mongolensturm vor 800 Jahren. Matthias Wemhoff über die Ausstellung „Dschingis Khans Welt“

9 Min
Goldene Monumentalstatue Dschingis Khans im Ghenggis Khaan National Museum in Ulan Bator

Goldene Monumentalstatue Dschingis Khans im Ghenggis Khaan National Museum in Ulan Bator

© Ghenggis Khaan National Museum

Den Aufstieg und Fall großer Reiche kann nicht jede Menschheitsgeneration beobachten, unsere erlebt es live. Der Westen schrumpft, China  beansprucht Raum auf der Weltbühne. Vor 800 Jahren tauchte das Reich Dschingis Khans auf. 1241 standen mongolische Truppen kurz vor Berlin. Für die Ausstellung „Dschingis Khans Welt“ auf der Berliner Museumsinsel reisten mongolische Nationalheiligtümer nach Berlin. Matthias Wemhoff, Direktor des  Museums für Vor- und Frühgeschichte, sagt: Das ist keine exotische Kultur-Ausstellung, „das hat unmittelbar mit uns zu tun“. Man kann sie sich nicht anders als spektakulär vorstellen.

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