Bildung

Pisa-Schock: Was Deutschland von Schulsystemen in China, Singapur und England lernen kann

Disziplin und Fachwissen statt vager „Kompetenzen“ und Handysperre: Was die Spitzenreiter stark macht, soll angeblich hier nicht möglich sein. Ein Vergleich

9 Min
Deutschland hat in der jüngsten Pisa-Studie erneut schlecht abgeschnitten.

Deutschland hat in der jüngsten Pisa-Studie erneut schlecht abgeschnitten.

© Bernd Weißbrod/dpa

Das lausige Abschneiden deutscher Schüler in der jüngsten Pisa-Studie hat nur einen kurzen Schreck ausgelöst – man kennt das ja schon, seit 15 Jahren geht es bergab. Die Leistungen der 15-jährigen Deutschen in Mathematik und Lesen sind noch einmal erheblich schlechter geworden, in den Naturwissenschaften fiel der Niedergang etwas weniger schlimm aus.

Wie man es auch nimmt: Die deutschen Schüler schneiden so schlecht ab wie nie zuvor in einer Pisa-Studie. Diesmal stand die Veröffentlichung der Ergebnisse unter dem Titel „Bereit für die Zukunft?“ – das Fragezeichen, das die Verfasser hier setzen, muss man sich als sehr groß vorstellen.

Zugleich zeugen die Resultate von einer Verschiebung der internationalen Verhältnisse im Vergleich der 91 untersuchten Länder. Die Gruppe der 38 OECD-Staaten, also der als wirtschaftlich stark geltenden Industrienationen, sackt massiv ab, Deutschland steht in diesem Kreis nicht allein als Verlierer da.

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