Es wäre so schön, wenn Wirtschaftspolitik so einfach funktionierte. Auf der einen Seite die Reichen, auf der anderen der Rest. Man nimmt den einen etwas weg, gibt es den anderen – und am Ende fährt der Bus kostenlos, die Kita kostet nichts und die Miete bleibt bezahlbar.
Mit einer überzeugenden Version dieser Erzählung ist Zohran Mamdani Bürgermeister von New York geworden. Am Sonntag will Elif Eralp in Berlin etwas Ähnliches versuchen: zwei Metropolen, dieselbe Diagnose – explodierende Lebenshaltungskosten, ein Wohnungsmarkt im Ausnahmezustand. Das Problem ist nur: Irgendjemand muss die Rechnung bezahlen. Und ausgerechnet die Menschen, gegen die sich die linke Rhetorik so lustvoll richtet, gehören zu denen, die ein solcher Sozialstaat am dringendsten braucht.
Berlin-Wahl
Vorbild für Berlin? Warum Mamdanis Krieg gegen die Reichen New York zerstört
Zohran Mamdani will New York sozialer machen, doch sein Erfolg hängt ironischerweise an den Steuern der Reichen. Eine Warnung für Berlin und Elif Eralp.
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Zohran Mamdani, seit Januar Bürgermeister von New York: Für die Berliner Linke ist er das Versprechen, dass links gewinnen kann. Aber taugt er auch als Vorbild?
© IMAGO/Bianca Otero
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