Zehn Jahre nach dem Tod einer Grundschülerin aus Neukölln geht am Mittwoch die juristische Aufarbeitung in die nächste Runde. Das siebenjährige Mädchen war im Juni 2016 auf einem Klassenausflug im Werbellinsee (Barnim) ertrunken. Nun stehen vier Betreuerinnen der Schüler erneut vor Gericht – wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen. Die Verteidiger der Frauen wollen in dem Berufungsprozess prominente Zeugen laden – und sie fordern auch eine politische Aufarbeitung.
So soll schon an diesem Mittwoch, dem ersten Verhandlungstag am Landgericht Frankfurt (Oder), beantragt werden, Franziska van Almsick als Zeugin zu laden. Die einstige Ikone des Schwimmsports solle bekunden, dass Ertrinken in Deutschland die zweithäufigste Todesursache bei Kindern sei. Durch ihre Erfahrung werde ihr eine besondere Kompetenz zugesprochen, über eine gebotene Aufsichtspflicht zu urteilen, so die Begründung.
Frankfurt (Oder)
Zehn Jahre nach Elifs Tod: Jetzt soll Franziska van Almsick vor Gericht aussagen
Die siebenjährige Elif aus Neukölln ertrank auf einer Klassenfahrt. Im neuen Prozess soll auch geklärt werden, warum das Verfahren noch immer nicht abgeschlossen ist.
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Der Werbellinsee lockt im Sommer viele Schulklassen an – auch aus Berlin.
© Annette Riedl/dpa
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