Wahlkampf

Pommes, Bus gegen Nazis, Haustüren: Wen hat dieser Berliner Wahlkampf überhaupt erreicht?

Die Berliner Parteien haben sich einiges einfallen lassen, um Wähler zu erreichen. Doch wer hört ihnen überhaupt zu – und was kostet dieser Wahlkampf?

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Bürgermeisterkandidat Werner Graf (Grüne) verteilt zusammen mit Parteikollegin Franziska Brantner Pommes in Berlin-Kreuzberg.

Bürgermeisterkandidat Werner Graf (Grüne) verteilt zusammen mit Parteikollegin Franziska Brantner Pommes in Berlin-Kreuzberg.

© Jana Hermann/Berliner Zeitung

Ende August stehen Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf und Bundesvorsitzende Franziska Brantner bei Ketels Curry am Kottbusser Damm und verteilen Pommes. Fotografen sind da, Parteifreunde auch, Graf und Brantner kommen mit Besuchern ins Gespräch. Nur eines lässt sich hinterher schwer feststellen: Wie viele Menschen waren hier, die der Grünen-Spitzenkandidat noch von sich und seiner Partei überzeugen musste – mit einer Portion Fritten?

Zwei Wochen später wird am Richard-Wagner-Platz Currywurst gegessen. Noch-Bürgermeister Kai Wegner ist gekommen, um die CDU-Abgeordnete Judith Stückler zu unterstützen. Sie wohnt nach eigenen Angaben seit 15 Jahren an dieser Kreuzung und kennt viele der Anwesenden. „Warum Curry 36?“, fragt die Berliner Zeitung. „Weil ich familiengeführte Berliner Unternehmen unterstützen möchte“, so die CDU-Kandidatin. 

Prominente Unterstützung erhält Stückler von Julian F.M. Stoeckel. Als Künstler – wieso dann nicht die Linkspartei?, fragt die Berliner Zeitung. „Um Gottes willen“, reagiert der Schauspieler und bekennt sich zu seiner langjährigen CDU-Mitgliedschaft. Auch hier muss Stückler an diesem Nachmittag niemanden mehr für die CDU gewinnen.

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