104 Ausstellungsorte öffnen bei der zehnten "Langen Nacht der Museen" - auch das Rote Rathaus

Preußens Spuren in der Nacht

Petra Ahne
3 Min

Mit dem Jubiläum kommt ein neuer Rekord: Am Sonnabend öffnen zum zehnten Mal Museen bis zum späten Abend, und wieder einmal nehmen an der "Langen Nacht der Museen" so viele Institutionen teil wie nie zuvor. 104 sind es diesmal. Wie immer hat sich jedes einzelne Haus ein Programm für seine Besucher ausgedacht, von 18 Uhr an bis spät in die Nacht gibt es Lesungen, Tanz, Konzerte und Führungen.Viele Klassiker der Langen Nacht sind wieder dabei: das Pergamonmuseum, der Hamburger Bahnhof und das Schloss Charlottenburg. Es gibt aber auch Neulinge, zum ersten Mal beteiligen sich zum Beispiel das Konzerthaus am Gendarmenmarkt, die DG-Bank am Pariser Platz und das Rote Rathaus.Günter de Bruyn liestNeu ist auch, dass Brandenburger Museen an der Langen Nacht teilnehmen: in Potsdam öffnen das Filmmuseum, das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und der Buga-Park, weiter entfernt beteiligen sich Museen in Prenzlau, Frankfurt/Oder, Bad Liebenwerda und Finsterwalde.Erstmals hat die lange Nacht einen thematischen Schwerpunkt: Weil sich vor 300 Jahren Kurfürst Friedrich III. zum ersten preußischen König Friedrich I. gekrönt hat, machen sich viele Häuser in ihren Veranstaltungen auf die Suche nach Spuren preußischer Geschichte. In der Friedrichswerderschen Kirche liest zum Beispiel der Autor Günter de Bruyn aus seinem neuen Buch "Preußens Luise", das Museum für Ostasiatische Kunst präsentiert sich unter dem Motto "China und Preußen".Ebenfalls zum ersten Mal wird ein Regierender die Lange Nacht der Museen eröffnen: Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wird um 18 Uhr vor dem Roten Rathaus erwartet. Denn erstmals ist der Platz vor dem Rathaus zentraler Startpunkt für die Shuttle-Busse der BVG. In den vergangenen Jahren fuhren die Busse ein paar hundert Meter entfernt Unter den Linden los. Auf sechs Routen können sich die Besucher dieses Mal zu fast allen geöffneten Museen fahren lassen.Als Fahrkarte und Eintrittskarte in die Museen gilt das Lange-Nacht-Ticket, das es für 20 Mark, ermäßigt zwölf Mark, bei den beteiligten Museen, den Theaterkassen, bei der Citibank und im Kundencenter der Berliner Zeitung gibt. (pa.)Freikarten: Die Berliner Zeitung vergibt 2 mal 25 Tickets für die Lange Nacht der Museen. Interessierte können heute von 11 Uhr bis 11.30 Uhr unter der Nummer 23 27 81 00 anrufen, die schnellsten Anrufer gewinnen. Am Sonnabend erscheint in der Berliner Zeitung eine Beilage zur Museumsnacht.BERLINER ZEITUNG/MATTHIAS GÜNTHER Zum ersten Mal bei der Langen Nacht dabei: Das Rote Rathaus in Mitte.

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