Zeitgeschichte

„Ich bin ein Berliner“: Als Tommy Schweiger vor seinem eigenen Stolperstein stand

Wie surreal es ist, vor einem Haus zu stehen, das es nicht mehr gibt – und vor dem eigenen Stolperstein – erfährt Tommy Schweiger auf seinem Berlinbesuch.

Patricia Hempel
Patricia Hempel
5 Min
Für Tommy Schweiger und Sohn Mark ist die Verlegung der Stolpersteine ein bewegender Moment.

Für Tommy Schweiger und Sohn Mark ist die Verlegung der Stolpersteine ein bewegender Moment.

© Markus Wächter/Berliner Zeitung

Das Haus in der Bamberger Straße 25 in Schöneberg ist gar nicht leicht zu finden – weil es nicht mehr existiert. Im Krieg zerbombt. Anstatt vor einer schweren Gründerzeithaustür steht man heute vor einem Spielplatz. Nur die Ankündigung an einem Laternenmast weist auf die Verlegung der beiden Stolpersteine für Salli und Margarete Tarnowski (geb. Tomski) hin.

Sie wurden 1942 nach Theresienstadt deportiert und waren die Großeltern von Tommy Schweiger, der im Rahmen des Emigrantenprogramms des Berliner Senats zu Besuch ist, um an der Verlegung der insgesamt sieben Stolpersteine für seine Familie teilzunehmen.

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