Es gibt Fragen, die in der Bundespressekonferenz keine Antwort finden, sondern ein Ausweichmanöver. Die Frage, warum die Bundesregierung im Fall der Leipziger Drohne binnen vier Wochen zu einer offiziellen Schuldzuweisung an russische Nachrichtendienste fand, während sie im Fall der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines seit fast vier Jahren auf laufende Ermittlungen verweist, gehört offenkundig zu dieser Kategorie.
Doppelstandard
Leipzig-Drohne attribuiert, Nord Stream vertagt: Wie die Bundesregierung mit zweierlei Maß misst
Vier Wochen bis zur Schuldzuweisung an Moskau, vier Jahre Schweigen zu Nord Stream: In der Bundespressekonferenz zerfällt die Begründung für beides.
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Zwei Tatorte, ein Podium: Während die Ermittlungen am Flughafen Leipzig/Halle (oben rechts) binnen Wochen zur offiziellen Schuldzuweisung an Russland führten, verweist die Bundesregierung bei der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines (unten rechts, Symbolbild) auch nach Jahren auf die Zuständigkeit der Justiz. (Montage)
© IMAGO / EHL Media / Bihlmayerfotografie
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