Kanzler Friedrich Merz wollte Stefan Evers im Wahlkampf zu Hilfe eilen. Doch Evers hat schon genug Sorgen: als Finanzsenator verwaltet er den riesigen Berliner Schuldenberg, als CDU-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl musste er schnell mal eben für die zurückgetretene Skandalnudel Kai Wegner einspringen, und als designierter CDU-Landeschef soll er nach der Wahl eine desolate Partei wieder auf einen konservativen Kurs bringen. Und jetzt kommt ihm auch noch der unbeliebteste Politiker Deutschlands zu Hilfe. Evers ist nicht zu beneiden.
Kurz vor dem Wahlsonntag wollten Evers und Merz noch einmal die Öffentlichkeit eindringlich warnen. Das Motto: „Extremisten von der Macht fernhalten – Lösungen aus der Mitte“. Beim letzten größeren Termin mit Journalisten präsentierte Wahlkampfmanager Lukas Krieger an der CDU-Parteizentrale im Konrad-Adenauer-Haus noch das größte Wahlkampfplakat des Universums: Darauf sagte Evers: „Ich bin konservativ. Und das ist gut so.“ Doch mit dem Konservativ-Sein ist das mittlerweile für die angegrünte, sozialdemokratisierte CDU so eine Sache: Können „Lösungen aus der Mitte“ konservativ sein?
Merz zeigte sich dann überraschend aufgeräumt und im Vergleich zu seinem letzten Auftritt im Bundestag durchaus kämpferisch. In der CDU-Homebase im Adenauer-Haus fühlte er sich sichtlich wohl. Evers hatte das gemeine Wahlvolk vorsorglich ausgesperrt.
Linkskoalition
Stefan Evers hat schon genug Probleme – jetzt kommt ihm auch noch Friedrich Merz zu Hilfe
Die CDU muss wohl die Senatskanzlei räumen. Eine linke Dreierkoalition gilt als gesetzt. Und jetzt wollte auch noch Friedrich Merz im Wahlkampf helfen. Ein Kommentar.
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Wahlkampf-Schlussspurt der CDU in Berlin: Spitzenkandidat Stefan Evers und Kanzler Friedrich Merz sprechen sich Mut zu. Mehr bleibt wohl nicht.
© IMAGO/dts Nachrichtenagentur
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