Kaffeekultur

Von wegen Kaffee-Hauptstadt! Gleich drei deutsche Städte liegen vor Berlin

Berlin gilt als deutsche Kaffee-Hauptstadt. Doch eine aktuelle Auswertung stellt diesen Ruf infrage – und sieht gleich drei andere Städte ganz oben.

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Berlin und Kaffee, das gehört für viele zusammen. Im Städtevergleich bekommt dieser Ruf allerdings einen kleinen Dämpfer.

Berlin und Kaffee, das gehört für viele zusammen. Im Städtevergleich bekommt dieser Ruf allerdings einen kleinen Dämpfer.

© Imago

Wenn es um Kaffee geht, eilt Berlin sein Ruf seit Jahren voraus. Schließlich reicht es in vielen Cafés längst nicht mehr, einfach einen Kaffee zu bestellen. Die Bohne sollte aus Äthiopien kommen, der Filter besonders ausgefallen sein – und der Expat-Barista erklärt auf Englisch, warum die 5,50 Euro für den lauwarmen Flat White völlig angemessen, wenn nicht sogar noch viel zu günstig sind.

Ja, die Klischees über den Umgang mit Kaffee in der Hauptstadt halten sich hartnäckig. Und ganz aus der Luft gegriffen sind sie nicht: Kaum eine andere deutsche Stadt hat eine derart große Dichte an Cafés und Kaffeeröstereien, kaum eine hat die Kaffeekultur der vergangenen Jahre so sichtbar mitgeprägt. Oder? Für viele gilt Berlin deshalb als deutsche Kaffee-Hauptstadt. Doch dieser Ruf bekommt nun einen kleinen Riss.

Wackelt Berlins Kaffeekrone wirklich?

Laut einem aktuellen Ranking des Datendienstleisters Listflix hat Berlin lediglich die vierthöchste Dichte an Kaffeebetrieben in Deutschland. Für die Auswertung wurde die Anzahl der Cafés, Kaffeeröstereien und Kaffeehändler in 30 deutschen Großstädten zusammengefasst. Demnach hat Berlin 38,94 Kaffeebetriebe pro 100.000 Einwohner.

Eine größere Auswahl hat man offenbar in Düsseldorf, Mannheim und Köln mit je über 40 Betrieben pro 100.000 Einwohnern. Den fünften Platz hinter der deutschen Hauptstadt belegt Frankfurt am Main, die letzten Plätze belegen allesamt Städte aus dem Ruhrgebiet. Lediglich Chemnitz bildet als Schlusslicht das Ende des Rankings mit einer Dichte von rund 14 Betrieben.

Ob Berlin durch das Ranking tatsächlich seinen Ruf als Kaffee-Hauptstadt verliert, sei mal dahingestellt. Festzustehen scheint jedenfalls, dass es in den drei erstplatzierten Städten mehr Auswahl gibt. Wie gut der Kaffee vor Ort ist, wird in der Erhebung nicht erwähnt.

„Zwischen den deutschen Kaffeemetropolen bestehen deutliche Unterschiede“, fasst auch ein Branchenanalyst des Unternehmens zusammen. „Düsseldorf erreicht mit 46,55 Kaffeebetrieben pro 100.000 Einwohner mehr als die dreifache Dichte von Chemnitz mit 13,84.“ Ausschlaggebend für Düsseldorfs Spitzenplatz seien vor allem die 250 Cafés. Sie stellten 87 Prozent der dort erfassten Kaffeebetriebe dar.

Anlass für das Ranking war der anstehende internationale Tag des Kaffees am 1. Oktober.

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