Kommentar

Kommunisten und Antisemiten: Elif Eralp und die Linke sind eben traditionsbewusst

Die Medien drücken bei den Kämpfern für Arbeit und Gerechtigkeit gerne mal ein Auge zu. Diese einäugige Blindheit lässt dem linken Extremismus freien Lauf.

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Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Linken für die Wahl in Berlin, gibt sich kommunistisch und beherbergt Antisemiten in der Partei.

Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Linken für die Wahl in Berlin, gibt sich kommunistisch und beherbergt Antisemiten in der Partei.

© Jan Woitas/dpa

Die Linke schützt ihren linken antisemitischen Flügel genauso wie die AfD ihren völkischen Flügel beibehält. Beide wollen sie nicht auf ihre extremen Ränder verzichten. Dazu kommt bei der Linken noch die kommunistische Fraktion. Doch der linke Extremismus kommt irgendwie harmloser daher, schicker und hipper. Heidi Reichinnek oder Elif Eralp sehen doch wesentlich sympathischer aus als die strenge AfD-Domina Alice Weidel, oder? Viele Wähler und Medien lassen sich von der frischen und verjüngten PR der Linken blenden.

Während sich Journalisten in sachsen-anhaltinischen Dörfern auf die Lauer legen, um völkische AfD-Mitglieder beim Tanz um das Sonnwendfeuer zu filmen, bieten offensichtlich der Kommunismus und Antisemitismus der Linken kein ausreichend investigatives Motiv. Die Medien drücken bei den sympathischen „Kämpfer*innen“ für Arbeit und Gerechtigkeit gerne mal ein Auge zu. Doch wissen die Berliner, wen sie da bei der Abgeordnetenhauswahl womöglich zur Regierenden Bürgermeisterin wählen? Vor allem die Jüngeren? 25 Prozent der 18–24-Jährigen stimmten bei der letzten Bundestagswahl für die Linke – keine Partei ist beliebter bei den Jungen. Über zwei Punkte sollte man sich bei der Wahl der Linken allerdings im Klaren sein.

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