Oktoberfest

Oktoberfest-Looks 2026: Obert, Olise und Markus Söder im Trachten-Check

Lederhose, Dirndl und der eine oder andere modische Ausrutscher: Zum Oktoberfest-Auftakt lieferten die Promis in München reichlich Gesprächsstoff. Unsere Tops und Flops.

Marie Hartmann
Marie Hartmann
4 Min
Vom FC-Bayern-Star bis zum bayerischen Ministerpräsidenten war zum ersten Wiesn-Wochenende eine Vielzahl an Prominenz vertreten.

Vom FC-Bayern-Star bis zum bayerischen Ministerpräsidenten war zum ersten Wiesn-Wochenende eine Vielzahl an Prominenz vertreten.

© Imago

In München gilt nun wieder „O'zapft is!“. Unter weiß-blauem Himmel hat am Samstag auf der Theresienwiese das größte Volksfest der Welt begonnen. Das Oktoberfest geht in diesem Jahr vom 19. September bis zum 4. Oktober – doch die Prominenz lässt nicht auf sich warten und liefert schon zum ersten Wiesn-Wochenende große Auftritte.

Neben den üblichen Verdächtigen aus Politik und Münchener Schickeria fanden sich die einen oder anderen Promis aus In- und Ausland auf dem Festgelände zusammen, um den Oktoberfest-Auftakt gebührend zu feiern.

Bei der Kleiderordnung „Tracht“ lieferten einige einen makellosen Auftritt, andere interpretierten den Traditionslook neu – mal mit Erfolg, mal weniger. Unsere Tops und Flops im Überblick.

<strong>Top:</strong> Die Kombination des Grauens – oder doch des Glücks? Münchener Oberbürgermeister <strong>Dominik Krause</strong> hatte in diesem Jahr zum ersten Mal die Ehre, mit seinem Anstich im Festzelt Schottenhamel das Oktoberfest zu eröffnen. Nur zwei Schläge brauchte er – und bekam dafür von Bayerns Ministerpräsident <strong>Markus Söder</strong> ein anerkennendes Nicken. Ausgerechnet ihm, dem Grünen-Kritiker Söder, überreichte Krause traditionsgemäß die erste Maß des Festes.<br><br>Arm in Arm strahlten die beiden anschließend in die Kamera und lobten ihre gute Zusammenarbeit in Sachen Olympia. Modisch gingen sie jedenfalls eigene Wege: Krause entschied sich für eine eher jugendliche Tracht mit hellbrauner Lederhose und dunkelblauer Samtweste, während Söder in seiner dunklen Lederhose und Hosenträgern mit gesticktem Bayern-Wappen den Ur-Bayer mimte.

Top: Die Kombination des Grauens – oder doch des Glücks? Münchener Oberbürgermeister Dominik Krause hatte in diesem Jahr zum ersten Mal die Ehre, mit seinem Anstich im Festzelt Schottenhamel das Oktoberfest zu eröffnen. Nur zwei Schläge brauchte er – und bekam dafür von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ein anerkennendes Nicken. Ausgerechnet ihm, dem Grünen-Kritiker Söder, überreichte Krause traditionsgemäß die erste Maß des Festes.

Arm in Arm strahlten die beiden anschließend in die Kamera und lobten ihre gute Zusammenarbeit in Sachen Olympia. Modisch gingen sie jedenfalls eigene Wege: Krause entschied sich für eine eher jugendliche Tracht mit hellbrauner Lederhose und dunkelblauer Samtweste, während Söder in seiner dunklen Lederhose und Hosenträgern mit gesticktem Bayern-Wappen den Ur-Bayer mimte.

© Ulrich Gamel/Imago

<strong>Top:</strong> Nach dem 7:0-Kantersieg gegen Union Berlin strahlten die Gesichter der Bayern-Profis beim traditionellen Oktoberfest-Besuch mit der Herbstsonne um die Wette. Einer fällt dabei aber aus der Reihe: <strong>Michael Olise</strong> erscheint zwar pflichtbewusst im FC-Bayern-Trachtenoutfit mit brauner Lederhose, bordeauxroter Weste und dunkelblauem Wolljanker, setzt dem Ganzen aber eine schlumpfblaue Chrome-Hearts-Strickmütze mit pinkem Kreuz auf – und schiebt die Haare gleich noch vors Gesicht. <br><br>Während Teamkollege <strong>Jamal Musiala</strong> unter Hut und Sonnenbrille noch halbwegs erkennbar bleibt, können wir Olises Gesicht nur erahnen. Seinem Namen im Netz als „Mr. Nonchalant“, was zu Deutsch so viel wie gelassen oder unaufgeregt bedeutet, macht er damit alle Ehre. Kamerascheu, zurückhaltend und trotzdem – oder gerade deswegen – der lustig-sympathischste Auftritt des Tages. Wir feiern es.

Top: Nach dem 7:0-Kantersieg gegen Union Berlin strahlten die Gesichter der Bayern-Profis beim traditionellen Oktoberfest-Besuch mit der Herbstsonne um die Wette. Einer fällt dabei aber aus der Reihe: Michael Olise erscheint zwar pflichtbewusst im FC-Bayern-Trachtenoutfit mit brauner Lederhose, bordeauxroter Weste und dunkelblauem Wolljanker, setzt dem Ganzen aber eine schlumpfblaue Chrome-Hearts-Strickmütze mit pinkem Kreuz auf – und schiebt die Haare gleich noch vors Gesicht.

Während Teamkollege Jamal Musiala unter Hut und Sonnenbrille noch halbwegs erkennbar bleibt, können wir Olises Gesicht nur erahnen. Seinem Namen im Netz als „Mr. Nonchalant“, was zu Deutsch so viel wie gelassen oder unaufgeregt bedeutet, macht er damit alle Ehre. Kamerascheu, zurückhaltend und trotzdem – oder gerade deswegen – der lustig-sympathischste Auftritt des Tages. Wir feiern es.

© Mis/Imago

<strong>Flop:</strong> Modefotografin <strong>Ellen von Unwerth</strong> erscheint in einem Dirndl mit verdächtigem Polyester-Glanz – damit fällt sie durch so ziemlich jede Trachten-Qualitätskontrolle. Der Stoff erinnert unweigerlich an die 20-Euro-Dirndl, die am Münchner Hauptbahnhof auf Last-Minute-Käufer warten, und der viel zu kurze Rock unter der viel zu schmalen Schürze verfestigt diesen Eindruck nachhaltig. Als wäre das rot schimmernde Kleid nicht schon auffällig genug, kombiniert sie es mit einer knallroten, bis zum Hals zugeknöpften Bluse, roten Hochglanz-Pumps, pinker Blumenbrosche und geschichteten Ketten. Wir sehen da – im wahrsten Sinne des Wortes – rot.

Flop: Modefotografin Ellen von Unwerth erscheint in einem Dirndl mit verdächtigem Polyester-Glanz – damit fällt sie durch so ziemlich jede Trachten-Qualitätskontrolle. Der Stoff erinnert unweigerlich an die 20-Euro-Dirndl, die am Münchner Hauptbahnhof auf Last-Minute-Käufer warten, und der viel zu kurze Rock unter der viel zu schmalen Schürze verfestigt diesen Eindruck nachhaltig. Als wäre das rot schimmernde Kleid nicht schon auffällig genug, kombiniert sie es mit einer knallroten, bis zum Hals zugeknöpften Bluse, roten Hochglanz-Pumps, pinker Blumenbrosche und geschichteten Ketten. Wir sehen da – im wahrsten Sinne des Wortes – rot.

© APress/Imago

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<strong>Top:</strong> <strong>Florian Silbereisen</strong> stattet dem Anstich im Schottenhamel einen Besuch ab – und beweist als gebürtiger Bayer, dass er ein Händchen für Tracht hat. Die Kombination aus brauner Lederhose, weißem Trachtenhemd und grau-brauner Weste sitzt, passt und macht schlicht nichts falsch. Einzig die hellbraunen Wildleder-Sneaker mit Trachtensocken würden wir eher einem 16-jährigen Erst-Wiesngänger zuordnen. Aber so ein langer Tag auf dem Oktoberfest fordert eben seine Opfer zugunsten der Bequemlichkeit.

Top: Florian Silbereisen stattet dem Anstich im Schottenhamel einen Besuch ab – und beweist als gebürtiger Bayer, dass er ein Händchen für Tracht hat. Die Kombination aus brauner Lederhose, weißem Trachtenhemd und grau-brauner Weste sitzt, passt und macht schlicht nichts falsch. Einzig die hellbraunen Wildleder-Sneaker mit Trachtensocken würden wir eher einem 16-jährigen Erst-Wiesngänger zuordnen. Aber so ein langer Tag auf dem Oktoberfest fordert eben seine Opfer zugunsten der Bequemlichkeit.

© APress International/Imago

<strong>Flop:</strong> <strong>Verena Kerth</strong> und <strong>Claudia Obert</strong> besuchen das 191. Oktoberfest in abgestimmtem Kleidungsstil – und der hat es in sich. Kerth im puderrosa Dirndl mit Spitzenärmeln und transparenter Spitzenschürze, Obert passend dazu im dunkelroten Tweed-Kleid mit denselben Spitzendetails. Die Dirndl der Marke Astrid Söll kosten jeweils um die 1000 Euro – sehen aber leider aus, als hätte man sie für deutlich weniger im Krüger-Dirndl-Outlet ergattert. Für den Preis darf man mehr erwarten als ein Erscheinungsbild, der eher an aufgeregte Erst-Wiesngängerinnen erinnert als an gestandene Festdamen. Kitsch hat seinen Preis – aber dann muss er auch danach aussehen.

Flop: Verena Kerth und Claudia Obert besuchen das 191. Oktoberfest in abgestimmtem Kleidungsstil – und der hat es in sich. Kerth im puderrosa Dirndl mit Spitzenärmeln und transparenter Spitzenschürze, Obert passend dazu im dunkelroten Tweed-Kleid mit denselben Spitzendetails. Die Dirndl der Marke Astrid Söll kosten jeweils um die 1000 Euro – sehen aber leider aus, als hätte man sie für deutlich weniger im Krüger-Dirndl-Outlet ergattert. Für den Preis darf man mehr erwarten als ein Erscheinungsbild, der eher an aufgeregte Erst-Wiesngängerinnen erinnert als an gestandene Festdamen. Kitsch hat seinen Preis – aber dann muss er auch danach aussehen.

© Future Image/Imago

<strong>Top:</strong> FC-Bayern-Kapitän <strong>Joshua Kimmich</strong> führt nicht nur auf dem Platz – auch auf der Wiesn macht er eine gute Figur. Zur vereinseigenen Tracht kombiniert er einen grünen Filzhut, der farblich perfekt mit dem dunkelgrünen Samtdirndl von Heimatglück harmoniert, das seine Frau Lina trägt. Ein aufeinander abgestimmter Partnerlook, der wirkt, als wäre er mühelos entstanden. Fazit: Nicht nur Fußball kann er – Tracht darf er auch.

Top: FC-Bayern-Kapitän Joshua Kimmich führt nicht nur auf dem Platz – auch auf der Wiesn macht er eine gute Figur. Zur vereinseigenen Tracht kombiniert er einen grünen Filzhut, der farblich perfekt mit dem dunkelgrünen Samtdirndl von Heimatglück harmoniert, das seine Frau Lina trägt. Ein aufeinander abgestimmter Partnerlook, der wirkt, als wäre er mühelos entstanden. Fazit: Nicht nur Fußball kann er – Tracht darf er auch.

© FC Bayern München via Revierfoto /Imago

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