Porträt

Vom Flüchtlingskind ins Rote Rathaus: Die lange Reise der Elif Eralp

Ein Helfer von Amnesty bewahrte ihre Familie 1981 vor dem Flüchtlingsheim. 45 Jahre später steht die Tochter vor dem Roten Rathaus.

7 Min
Historischer Triumph: Spitzenkandidatin Elif Eralp feiert am 20. September 2026 den Wahlsieg der Berliner Linken im Festsaal Kreuzberg.

Historischer Triumph: Spitzenkandidatin Elif Eralp feiert am 20. September 2026 den Wahlsieg der Berliner Linken im Festsaal Kreuzberg.

© Mike Schmidt/imago

An diesem Wahlabend im Festsaal Kreuzberg bricht ein Moment die üblichen Rituale auf. Während die erste Prognose über die Leinwand läuft und die Menge „Elif! Elif!“ ruft, steht sie zehn Minuten später auf der Bühne, und Elif Eralps erster Gruß gilt weder einem Parteifreund noch einem künftigen Koalitionspartner, sondern einem Mann im Publikum: „Christoph von Amnesty“. „Er hat mich und meine Familie vor 45 Jahren vor dem Flüchtlingsheim bewahrt“, sagt sie unter dem Jubel des Saals. „Danke, dass es solche Menschen wie dich gibt.“

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