Kunst im öffentlichen Raum ist schön und zudem unverzichtbar, gerade im steinernen Berlin. Seit 1985 ziert die aus malerisch grünpatinierten Bronzefiguren und Sandsteinplatten bestehende Brunnenanlage des berühmten Berliner Bildhauers Waldemar Grzimek (1918–1984) das Areal am Wittenbergplatz. Als „Nordbrunnen“ und „Südbrunnen“. Ersterer in abstrakt-pflanzlicher Form, der zweite als Hauptschauplatz (nach dem Vorbild römischer Figurenbrunnen). Grzimek, ein weltbekannter Bildhauer der Moderne, wollte mit seinem damaligen Städtebau-Wettbewerbssieg „ein Spektakel, über das sich die Leute freuen; ein spielerisches, fröhliches Ereignis, mit dem man sich identifizieren kann“. Er verstarb, bevor sein Werk aufgestellt wurde.
Tempelhof-Schöneberg
Klimaanpassung des Grzimek-Brunnens: Ein Akt von behördlichem Vandalismus
Weil es am Geld für die Sanierung mangelt, vergreift man sich im Stadtbezirk Tempelhof-Schöneberg an Waldemar Grzimeks Skulpturen – und das im Namen der „Klimaanpassung“.
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Waldemar Grzimeks Brunnen-Ensemble am Wittenbergplatz ist jetzt illegaler Kinderspielplatz. Noch blühen hier ein paar Blumen.
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