Wer vor zwei Wochen nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im Saal der Bundespressekonferenz saß, konnte an diesem Montag nahezu umgekehrte Verhältnisse beobachten. Damals drängten sich Kamerateams und Journalisten vor der AfD-Spitze, während sich die Reihen beim späteren Auftritt der Linken sichtbar lichteten. Diesmal war das Interesse bei Ines Schwerdtner, Elif Eralp und Simone Oldenburg größer als zuvor bei der AfD. Auffällig viele internationale Pressevertreter waren gekommen; gefragt wurde unter anderem nach Glückwünschen aus Frankreich, Uruguay und Brasilien.
Die Aufmerksamkeitsökonomie der Berliner Republik misst eben nicht nur Prozentpunkte, sondern auch Neuigkeitswert. Und der lag an diesem Vormittag in Berlin, wo die Linke erstmals stärkste Kraft wurde.
Wahlnachlese
Nach Berlin und Schwerin: Zwei Wahlsieger, zwei Wirklichkeiten – und ein auffälliger Themenfilter
Alice Weidel erklärt die CDU für abgelöst, Elif Eralp beansprucht das Rote Rathaus. Doch beide Wahlsieger geraten bei ihren Antworten in Widersprüche.
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Ein Saal, zwei Wirklichkeiten: Am Tag nach den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern bei der BBK.
© IMAGO / Chris Emil Janßen / IMAGO (2) / Montage: OAZ
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