Der Imam ist irritiert. Seine Moschee liegt mitten in einer AfD-Hochburg. Die Nachbarschaftsarbeit der Gemeinde scheint wenig gebracht zu haben.
Dabei sorgte die Khadija-Moschee in Pankow-Heinersdorf sogar international für Schlagzeilen. Die Deutsche Presse-Agentur hatte sich für den Wahlsonntag dort angesagt, auch Reuters und sogar Al Jazeera. Imam Scharjil Khalid wirkte stolz, als er seinen Gemeinderaum präsentierte, in dem sonst Koranunterricht und Sitzungen stattfinden und der nun zum Wahllokal 504 umfunktioniert war: Das Bild von der Kaaba in Mekka war von der Wand abgenommen, stattdessen prangten dort an diesem hohen Feiertag der Demokratie die EU-, die Deutschland- und die Berlin-Fahne.
AfD
Moschee im blauen Meer: In diesem Wahllokal holte die AfD ein Rekordergebnis
Die Khadija-Moschee in Pankow-Heinersdorf lud die Anwohner zum Wählen ein. Das Ergebnis macht den Imam nachdenklich.
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Auf dem Gelände der Khadija-Moschee gab es schon zum zweiten Mal ein Wahllokal.
© Markus Wächter/Berliner Zeitung
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