Die Wirtschaft in der Eurozone wächst nach Einschätzung des Finanzdienstleisters S&P Global so stark wie seit knapp dreieinhalb Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex, der die Geschäftsentwicklung in Industrie und Dienstleistungssektor der Währungsunion zusammenfasst, stieg im September um 1,1 Punkte auf 53,1 Zähler. Das teilte S&P Global am Mittwoch zu seiner Unternehmensumfrage mit. Werte über 50 Punkten signalisieren Wachstum.
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Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Fachleute hatten zuvor einen Rückgang auf 51,7 Punkte erwartet. Der Einkaufsmanagerindex gilt als wichtiger Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung, da er die Einschätzungen von Einkaufsverantwortlichen in Unternehmen bündelt.
Deutschland auf Elf-Monats-Hoch
Für Deutschland erreichte der Index laut Handelsblatt einen Wert von 53,8 Punkten und damit den höchsten Stand seit elf Monaten. Ökonomen hatten demnach mit einem unveränderten Wert gegenüber dem Vormonat von 51,8 Punkten gerechnet.
„Das Wachstum war dank einer deutlichen Geschäftstätigkeitszunahme im Servicesektor und soliden Zuwächsen bei der Industrieproduktion so kräftig wie zuletzt im April 2023“, teilte S&P Global mit. Ausschlaggebend sei in erster Linie ein höheres Auftragsplus gewesen.
Beim Stellenaufbau zeigten sich die Unternehmen nach Angaben von S&P Global weiterhin gedämpft. Die Geschäftsaussichten fielen demnach auf ein Drei-Monatstief.
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