Kolumne

Die Lösung des Berliner Wohnungsproblems ist doch gar nicht so schwer

Nicht nur Politiker denken über die Lösung von Problemen nach, auch die Bürger. Unser Kolumnist bekommt von einem Freund immer mal frische Ideen zugespielt.

Jens Blankennagel
Jens Blankennagel
3 Min
Seltener Anblick: In Berlin zieht kaum noch jemand um, weil kaum mal eine Wohnung frei wird.

Seltener Anblick: In Berlin zieht kaum noch jemand um, weil kaum mal eine Wohnung frei wird.

© Thomas Imo//imago

Immer muss man alles allein machen, auch in der Politik. Das dachte ich, als mich die SMS eines Freundes erreichte, der mir schon wieder erklärte, wie er das Berliner Wohnungsproblem lösen würde. Er will die Welt retten, wenigstens ein wenig, und ich finde das gut. Er ist einer, der liebend gern eine „echte“ sozialdemokratische Partei wählen würde, wie er es nennt. „Aber es gibt ja nur die SPD.“

Mit seinen Ideen fing es an nach dem Erfolg des Volksentscheids zur Enteignung von Wohnungskonzernen. Er kann sich noch richtig gut aufregen, aber eben nicht nur meckern, sondern auch nachdenken. Wir spazierten gerade an der Ringbahn an der Storkower Straße entlang, als er sagte: „Das kostet 35 Milliarden Euro oder noch mehr? Wie soll das bettelarme Berlin das bezahlen?“ Ich hatte keine Antwort, ich bin ja kein Haushaltsfachmann.

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