Interview

Volksbademeister Lilienthal: „Ich habe noch nie einen Berliner erlebt, der meckert!“

Zum Beginn der neuen Spielzeit haben wir Volksbühnen-Intendant Matthias Lilienthal am Volksbad getroffen und einen Blick in die Zukunft geworfen.

Patricia Hempel
Patricia Hempel
11 Min
Matthias Lilienthal: „Die 90er-Jahre-Volksbühne heute auszubuddeln wäre totaler Quatsch.“

Matthias Lilienthal: „Die 90er-Jahre-Volksbühne heute auszubuddeln wäre totaler Quatsch.“

© Thomas Meyer/Ostkreuz

In diesen Tagen wird das ursprünglich als Protestaktion gegen die marode Infrastruktur Berlins gemeinte Volksbad abgebaut. Es hat allerdings so manchen aus ganz anderen Gründen auf die Palme gebracht: Ticket-Engpässe, kaputte Duschen, die kurzfristig zur Schließung führten, zu wenig Sicherheitspersonal und nicht zuletzt die kafkaeske Rassismusdebatte um einen Time-Slot nur für Schwarze. Volksbühnen-Intendant Matthias Lilienthal zieht bei allem eine positive Bilanz. Sein Plan, Räume neu zu denken, sei für alle aufgegangen. Jetzt beginnt die Spielzeit in den eigentlichen Theaterräumen: in der Volksbühne und im Prater. Er will sein Haus internationaler aufstellen, neue Berlin-Narrative finden und abgenutzte Kulturmetaphern beerdigen.

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