In diesen Tagen wird das ursprünglich als Protestaktion gegen die marode Infrastruktur Berlins gemeinte Volksbad abgebaut. Es hat allerdings so manchen aus ganz anderen Gründen auf die Palme gebracht: Ticket-Engpässe, kaputte Duschen, die kurzfristig zur Schließung führten, zu wenig Sicherheitspersonal und nicht zuletzt die kafkaeske Rassismusdebatte um einen Time-Slot nur für Schwarze. Volksbühnen-Intendant Matthias Lilienthal zieht bei allem eine positive Bilanz. Sein Plan, Räume neu zu denken, sei für alle aufgegangen. Jetzt beginnt die Spielzeit in den eigentlichen Theaterräumen: in der Volksbühne und im Prater. Er will sein Haus internationaler aufstellen, neue Berlin-Narrative finden und abgenutzte Kulturmetaphern beerdigen.
Interview
Volksbademeister Lilienthal: „Ich habe noch nie einen Berliner erlebt, der meckert!“
Zum Beginn der neuen Spielzeit haben wir Volksbühnen-Intendant Matthias Lilienthal am Volksbad getroffen und einen Blick in die Zukunft geworfen.
11 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Matthias Lilienthal: „Die 90er-Jahre-Volksbühne heute auszubuddeln wäre totaler Quatsch.“
© Thomas Meyer/Ostkreuz
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*