Frankreich

Undercover-Journalistin Bussigny: „Die extreme Linke hat Verbindungen zum islamistischen Terror“

Ein Jahr lang gab sich Nora Bussigny als Aktivistin aus und stieß dabei auf einen mutmaßlichen Agenten Teherans. Heute sieht sie dieselben Muster in Berlin.

13 Min
Propalästinensische Kundgebung auf der Place de la République in Paris, zu der LFI und mehrere Gewerkschaften aufgerufen hatten. (Symbolbild)

Propalästinensische Kundgebung auf der Place de la République in Paris, zu der LFI und mehrere Gewerkschaften aufgerufen hatten. (Symbolbild)

© Jerome Gilles/imago

Das Massaker der Hamas und der darauffolgende mehrjährige Gaza-Krieg haben den Nahen Osten grundlegend verändert und sind weit über die Region hinaus zum Politikum geworden. Kurz nach dem Angriff beschließt die französisch-marokkanische Journalistin Nora Bussigny, damals Ende zwanzig, sich als Aktivistin auszugeben. Unter falscher Identität bewegt sie sich ein Jahr lang in der linksradikalen und propalästinensischen Szene, in Paris, in Brüssel und an der Columbia University in New York. Was sie dort erlebt, liest sich wie ein Politthriller. Ihr Buch „Les Nouveaux Antisémites“ steht in Frankreich seit Monaten auf der Bestsellerliste.

Wir treffen sie an einem Spätsommertag kurz vor dem dritten Jahrestag des 7. Oktober in einem Café im Zentrum von Paris. Sie strahlt Wärme und Selbstbewusstsein aus, und es wirkt, als ließe sie sich von den Drohungen nicht unterkriegen, obwohl sie deshalb unter Polizeischutz steht.

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