Außenpolitik

„Russland wird immer ein Feind für uns bleiben“: Wadephuls Satz holt ihn nach dem Lawrow-Treffen ein

Berlin hält konstruktive Beziehungen zu Moskau für möglich. Ob Wadephuls Satz, Russland werde „immer ein Feind“ bleiben, noch gilt, lässt das Außenamt aber auf Nachfrage offen.

5 Min
Johann Wadephul (rechts) und Sergej Lawrow bei ihrem Gespräch in New York

Johann Wadephul (rechts) und Sergej Lawrow bei ihrem Gespräch in New York

© IMAGO/Alexander Shcherbak

Gut 20 Minuten dauerte das Gespräch am Rande der UN-Generaldebatte. Es fiel in eine Phase der Eskalation zwischen beiden Staaten. In der ARD verteidigte Johann Wadephul das Treffen mit dem Satz: „Mit Freunden muss man nicht verhandeln, mit Gegnern muss man verhandeln.“

Nur: Was gilt dann noch von einem anderen von ihm formulierten Satz? Ende Januar 2025 veröffentlichten die russischen Prankster „Vovan und Lexus“ den Mitschnitt eines Telefonats. Wadephul glaubte darin, mit dem damaligen ukrainischen Präsidialamtschef Andrij Jermak zu sprechen. Als er die Rückkehr zur Wehrpflicht begründete, sagte der damalige Unionsfraktionsvize:

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*