Nach dem Wahlsieg der Linke in Berlin ist eine Debatte entbrannt. Es geht nicht nur um mögliche Koalitionspartner, sondern um die Frage, wie sicher jüdisches Leben in einer von der Linken mitgeführten Landesregierung wäre. Während eine Petition vor einer Regierungsbeteiligung der Partei warnt, widerspricht ein Offener Brief von mehr als 150 jüdischen Berlinerinnen und Berlinern dieser Darstellung.
Die Petition „Jüdinnen und Juden in Berlin sowie Unterstützende: Keine Koalition mit der Linken Berlin“ wurde am 25. September von Robert Kerner gestartet. Sie richtet sich an SPD und Grüne und fordert beide Parteien auf, keine Koalition mit der Berliner Linken einzugehen. Zur Begründung verweist die Petition vor allem auf politische Aktivitäten des Linke-Bezirksverbands Neukölln und auf mehrere Vorfälle im Umfeld der Partei.
Abgeordnetenhauswahl
„Keine Koalition mit der Linken“: Berliner Juden streiten über den Umgang mit Elif Eralp
Eine jüdische Petition fordert SPD und Grüne auf, keine Koalition mit der Linke in Berlin einzugehen. Andere Juden aus Berlin wiederum stellen sich hinter die Partei.
Jacqueline Albrecht
7 Min
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Teilnehmer der Kundgebung „Steh auf! Nie wieder Judenhass!“ des Zentralrats der Juden in Deutschland stehen vor dem Brandenburger Tor in Berlin (Archivbild).
© Maja Hitij
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