Nach Brand in Flüchtlingslager

Berlins Innensenator nennt Deutschlands Hilfsangebot für Moria „beschämend“

Deutschland nimmt laut Bundesinnenminister Horst Seehofer 100 bis 150 Minderjährige aus Moria auf. Berlins Innensenator Andreas Geisel übt scharfe Kritik.

Team News BLZ
1 Min
Migranten fliehen vor neu ausgebrochenen  Feuern mit ihren Habseligkeiten aus dem Flüchtlingslager Moria.

Migranten fliehen vor neu ausgebrochenen Feuern mit ihren Habseligkeiten aus dem Flüchtlingslager Moria.

© dpa/Socrates Baltagiannis

„Gott sei Dank gab es keine Verletzten und keine Toten, aber es ist ohne Zweifel eine humanitäre Notlage“, sagte Seehofer. Am wichtigsten sei es, den Menschen vor Ort eine gute Versorgungslage zu sichern. Dabei arbeite die Bundesregierung eng mit der griechischen Regierung zusammen.

Der Berliner Senat kritisierte Seehofers Ankündigung deutlich. „Mit Blick auf das Leid der Menschen in Moria sind diese Zahlen beschämend gering“, sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Ich habe immer gesagt: Deutschland kann mehr. Wer kann, muss helfen. Und wir können.“ Es sei unabdingbar, dass Deutschland seine EU-Präsidentschaft nutze, um endlich zu einer europäischen Lösung in der Flüchtlingspolitik zu kommen. „Es liegt in unserer Verantwortung.“

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